Blog-Posts zum Thema Computer (und alles, was damit zu tun hat).
Ich habe in den 1980ern mit einem Triumph-Adler alphatronic PC begonnen, es gab in den 1990ern eine lange Zeit, in der ich OS/2 verwendet habe, heute arbeite ich mit Linux. Seit den 1990ern bin ich auch im Internet aktiv (Web, Web-Foren, Usenet, IRC, FTP, Gopher, Social Media …).
Etwa zur gleichen Zeit wie das World Wide Web entstand in den 1990ern der Gopherspace. Beide wollten den Zugriff auf Informationen erleichtern. Denn vor dem Gopherspace und dem World Wide Web waren Informationen im Internet vor allem per FTP oder Telnet zugänglich, oft sogar nur auf der Kommandozeile statt mit komfortablen Browsern.
Der Gopherspace hat den Wettlauf gegen das World Wide Web verloren, aber es gibt ihn immer noch. Mit gopher://gopher.molthagen.de betreibe ich einen eigenen Server im Gopherspace, mein Gopherhole.
Ich hatte schon seit einiger Zeit vor, mich näher mit CP/M zu beschäftigen, dem ab 1974 von Gary Kildall und seinem Unternehmen Digital Research entwickelten „Steuerprogramm für Mikrocomputer“ (Control Program for Microcomputers).
CP/M wurde ursprünglich für die 8-Bit-Prozessoren Intel 8080 bzw. den zum 8080 binärkompatible Zilog Z80 entwickelt und auf Home oder kleinen Personal Computern mit Diskettenlaufwerk(en) verwendet.
In der ehemaligen DDR gab es einen Nachbau namens SCP (Single User Control Program), das auf der CPU U880, einem Nachbau des Z80, lief.
Ich habe OS/2 seit Version 2.0 und alle Versionen bis einschließlich Warp 4 sowie später eComStation und schließlich auch ArcaOS 5.0 verwendet.
Meine ArcaOS-Subskription habe ich dann allerdings 2022 auslaufen lassen, vor der Veröffentlichung von ArcaOS 5.1. So konnte ich ArcaOS 5.0 zwar noch nutzen, bekam aber keine Updates mehr.
Eigentlich hatte ich nicht mehr vor, ArcaOS noch einmal zu kaufen bzw. ArcaOS Support & Maintenance wieder zu abonnieren. Ich bin vor ein paar Tagen aber dann doch schwach geworden und habe mir ArcaOS 5.1 gekauft, die neueste Version der OEM-Version von IBMs OS/2 (einschließlich Updates für sechs Monate, danach muss ich überlegen, ob ich weitermachen will).
OS/2 war lange Zeit mein bevorzugtes Betriebssystem – angefangen habe ich mit OS/2 2.0 und dann bis OS/2 Warp 4 jede Version verwendet. Ende der 90er Jahre hatte ich eine kurze Affäre mit SuSE Linux, um dann eComStation, eine aktualisierte OEM-Version von OS/2, zu entdecken und zu benutzen, bis für eCS das Ende kam.
Heute verwende ich hauptsächlich Linux (Kubuntu), habe aber diverse OS/2-Versionen und ArcaOS (eine weitere OEM-Version von OS/2) in VirtualBox installiert. Allerdings nicht mehr für den produktiven Einsatz, sondern mehr als Spielzeug. Ich gehe auch nicht mehr jede Neuerung mit, zumal ArcaOS nicht ganz billig ist.
Interessanterweise habe ich während meiner OS/2-Zeit Gopher nicht wirklich verwendet, obgleich seit OS/2 Warp ein für damals guter Gopher-Browser im Lieferumfang enthalten war. Aber ich war neben der Verwendung von E-Mail mehr im frühen Web, im IRC und im Usenet unterwegs.
Erst in diesem Jahr habe ich Gopher für mich entdeckt, und da wollte ich natürlich wissen, was OS/2 zumindest auf Browser-Seite bewerkstelligen kann (die Server-Seite lasse ich außen vor).
Es ist mir endlich gelungen, den Gopher-Browser Gopherus in DOSBox Staging verwenden zu können.
Gopherus ist ein recht aktueller Gopher-Browser (neueste Version von 2022), der wohl als einziger unter DOS alle Features moderner Gopher-Server unterstützt.
DOSBox Staging bringt Netzwerk-Unterstützung mit, aber es reicht leider nicht, Gopherus in der DOSBox zu installieren, es sind einige weitere Schritte erforderlich, damit Gopherus in der DOSBox funktioniert.