Am Vorabend des Februar-Vollmonds aufgenommen (Canon EOS 70D mit EF 100-400 f/4.5-5.6 L IS USM bei 400 mm, manuell belichtet mit f/8 und 1/400s), entwickelt unter Linux mit Another RawTherapee
Das Video stammt aus 2018 - etwa zwei Monate vor meinem Coming-out. Aber ich habe mit der Transition schon begonnen – zumindest unter Wasser, denn mein Fischschwanz ist nicht mehr blau oder grau, wie noch zu Beginn meiner Zeit als Meerperson, sondern bereits rötlich (Ancient Gold von Magictail), meine Lieblingsfarbe als Frau.
Meine Homepage befindet sich gerade in einem Umbau, darum sind nicht alle bisher angebotenen Funktionen verfügbar. Und einen neuen Namen für diese Homepage suche ich auch noch …
Als evangelikale Christin, die die Bibel ernst nimmt, kann ich nicht verstehen, dass so viele meiner Mit-Evangelikalen die sog. AfD wählen und deren Positionen übernehmen und sogar als vereinbar mit ihrem Glauben betrachten.
Was ist für evangelikale Christ*innen so anziehend am Rassismus, an der Islamfeindlichkeit, an der Transmisia, an der Ablehnung von Empathie und Nächstenliebe, die in der AfD weit verbreitet sind?
Was ist so anziehend an Menschenhass, an Diskriminierung, an Wutmenschen? Woher die rechts-gläubige Wut auf das „Gendern“, auf „Woke", auf progressive Männlichkeitsbilder, eine Wut, mit der man sich bei der AfD gut aufgehoben fühlt?
Woher die Angst vor Vielfalt, vor dem Anderen, dem „Fremden“?
Die blaubraune – so muss man es mittlerweile ausdrücken – CDU/CSU ist die Alternative für Deutschland mit (so drückt es etwa Linnemann aus) „dem christlichen Menschenbild als DNA“.
Nichts an der CDU/CSU unter Merz, Spahn, Linnemann, Warken, Reiche usw. ist, so meine Überzeugung als evangelikale Christin, als „christlich“ zu bezeichnen.
Das Menschenbild dieser Parteien, ihr Programm, ihr Umgang mit Marginalisierten sind nicht christlich. Das „C“ ist Etikettenschwindel.
Es ist noch nicht einmal einen Monat her, da habe ich Frühlingsumbauten dieser Homepage beschlossen.
Aber ich habe den Eindruck gewonnen, dass Gott einen wichtigen Teil dieser Umbauten nicht gutheißt, nämlich diesen Teil:
Zukünftig will ich als links-evangelikale Christin, trans Frau und Feministin mehr „Gesicht zeigen“ – noch mehr als bisher schon –, will erkennbar und ansprechbar sein. Ich bin, was ich bin – ich möchte mich nicht verstecken und vorgeben, ich sei eine „gewöhnliche Frau“.
Dabei geht es mir vor allem um das „trans Frau“. Es ist, so mein Eindruck, nicht die Aufgabe, zu der Gott mich berufen hat. Ich bin keine christliche Trans-Aktivistin, die sich gegen die Diskriminierung von trans Personen in (frei-) kirchlichen Gemeinden einsetzt.
Gott hat mich als trans Frau zu erschaffen. Und ich glaube, dass sein Spruch „Und siehe, alles war sehr gut!“ (Genesis 1,31) auch für mich gilt. Der nach dem Ebenbild Gottes geschlechtlich geschaffene Mensch (Gen. 1,27) bildet die unendliche Vielfalt ab, die zu Gottes Wesen gehört. Von männlich bis weiblich sind wir geschaffen, nicht bloß als Mann und Frau – nach dem Bilde des in seiner Unendlichkeit unfassbaren Gottes geschaffen zu sein, verbietet geradezu die Vorstellung, dass er dabei nur ein cis-binäres Menschengeschlecht, Frau und Mann, geschaffen hätte.
Mein Transsein ist kein Fehler, der in der Schöpfung eigentlich nicht vorkommen sollte, ich bin nach dem Willen Gottes als trans Frau geschaffen. Dabei ist mein Transsein nur eine von vielen Eigenschaften, die mich ausmachen – und bei weitem nicht die wichtigste.