Calw im Schwarzwald. Blick vom Panoramaweg oberhalb des Stadtgartens auf die Innenstadt. Links der Bildmitte die neugotische Stadtkirche, rechts der Bahnhof/ZOB mit dem Bahnhofsturm, der zu den übereinander liegenden Bahnsteigen für die Strecke Pforzheim-Horb und Weil der Stadt-Calw (oben) führt. Rechts außerhalb des Bildes wäre das etwa 1 km entfernte, alte Bahnhofsgebäude zu sehen, dass 1989 durch den neuen Haltepunkt am ZOB ersetzt wurde.
Am Vorabend des Februar-Vollmonds aufgenommen (Canon EOS 70D mit EF 100-400 f/4.5-5.6 L IS USM bei 400 mm, manuell belichtet mit f/8 und 1/400s), entwickelt unter Linux mit Another RawTherapee
Es gibt viele Gründe, aus denen Menschen in eine Freikirche gehen.
Nicht nur die Freikirchen sind sehr verschieden, sehr heterogen, auch die Gründe, einer solchen Gemeinde beizutreten, sind sehr unterschiedlich.
Manche bevorzugen freikirchliche Gemeinden etwa deshalb, weil sie oft evangelikaler und konservativer sind, weil es dort eher „rechtgläubig“ zugeht (manchmal dann doch eindeutig rechts-gläubig). Andere finden dort die „knallharten“ Predigten, die sie andernorts vermissen. Oder die klaren Worte, wie man leben soll, die „geistliche Führung“, einfache Antworten auf die Fragen des Glaubens und der Lebensführung. Sie haben Angst vor Zweifeln und bevorzugen Gemeinden, die scheinbar auf alles eine „bibeltreue“ Antwort haben (und nein, längst nicht alle Freikirchen sind so, aber es gibt viele von ihnen).
Wieder andere sind von der Gemeinschaft angezogen, vom Miteinander der Menschen dort. Freikirchliche Gemeinden sind oft familiärer als volkskirchliche Gemeinden. Sie leben häufig eine Willkommenskultur, in der Gäste gesehen und angesprochen werden (leider gibt es auch andere freikirchliche Gemeinden).
Andere sind halt schon immer dabei, wurden in eine freikirchliche Familie hineingeboren (das gilt nicht für mich, ich kam erst als junge Erwachsene dazu).
Für mich gibt es allerdings andere Gründe, aufgrund derer ich Freikirchlerin (und Baptistin) bin. Ich möchte meine Gründe im Folgenden kurz und knapp aufführen.
In früheren Zeiten hatte ich Accounts in zahlreichen sozialen Netzwerken, schon in den 1990ern im IRC und im Usenet, auch die damaligen Web-Foren kann man dazu rechnen, später dann Facebook, Instagram, Twitter (ehe Musk es gekauft hat), Bluesky.
Heute findet man mich nur noch im Fediverse (wobei meine dortigen Accounts über eine sogenannte Brücke auch von Bluesky aus erreichbar sind).
„Alle Menschen sollen merken, wie gütig ihr seid.“ (Philipper 4,7, BasisBibel)
Liebe Mit-Evangelikale, wie gütig ihr seid.
Nicht: wie hartherzig wir sind. Nicht: wie verurteilend wir sind. Nicht: wie streng wir sind. Nicht: wie „bibeltreu“ wir sind. Nicht: wie gesetzlich wir sind. Nicht: wie konservativ wir sind. Nicht: wie diskriminierend wir sind. Nicht: wie kulturkämpferisch wir sind. Nicht: wie rechthaberisch wir sind. Nicht: wie verletzend wir sind. Nicht: wir mörderisch wir sind. Nicht: wie empathielos wir sind.
Nein. Wie gütig, andere übersetzen: wie freundlich, wir sind.
Es ist noch nicht einmal einen Monat her, da habe ich Frühlingsumbauten dieser Homepage beschlossen.
Aber ich habe den Eindruck gewonnen, dass Gott einen wichtigen Teil dieser Umbauten nicht gutheißt, nämlich diesen Teil:
Zukünftig will ich als links-evangelikale Christin, trans Frau und Feministin mehr „Gesicht zeigen“ – noch mehr als bisher schon –, will erkennbar und ansprechbar sein. Ich bin, was ich bin – ich möchte mich nicht verstecken und vorgeben, ich sei eine „gewöhnliche Frau“.
Dabei geht es mir vor allem um das „trans Frau“. Es ist, so mein Eindruck, nicht die Aufgabe, zu der Gott mich berufen hat. Ich bin keine christliche Trans-Aktivistin, die sich gegen die Diskriminierung von trans Personen in (frei-) kirchlichen Gemeinden einsetzt.