Was hat Dirk Niebel bloß geritten, von Israel nach Gaza einreisen zu wollen? Hat ihm denn niemand gesagt, daß Israel das keinem ausländischen Politiker gestattet, um die Hamas nicht dadurch zu stärken, daß sie sich mit hochrangigen ausländischen Politikern schmücken kann?

Niebel hätte ja versuchen können, über Ägypten in den Gazastreifen einzureisen, aber das tat er ebenso wenig wie jene "Hilfsschiffe", die Israels Gazablockade durchbrechen wollen - und da fragt man sich, ob Niebel die gleichen Ziele verfolgt wie jene "Solidaritätsschiffe" (und nein, ich glaube eigentlich nicht, daß dem so ist).

Wie dem auch sei, Niebel hätte das tun können, was andere hochrangige Politiker in Bezug auf Gaza auch tun: Beamte schicken. Das ist nämlich der diplomatische Normalfall in Sachen Gazastreifen, solange dort die Terror-Organisation Hamas regiert und sich der Vernichtung Israels verschrieben hat. Ziel der Europäer muß es sein, die moderaten, friedensbereiten Kräfte im Gazastreifen zu stärken, nicht aber die Hamas. Niebels Besuch im Gazastreifen würde nur der Hamas nützen.

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