Da ich stark kurzsichtig bin, greife ich auch beim Mermaiding auf Brillen zurück.

Gerade beim Training ist - auch wenn die Meerjungfrau nicht kurzsichtig ist - eine gute Tauchbrille unerlässlich, auch wenn sie nicht sehr „meerjungfrauenhaft“ aussieht.

Hier meine Erfahrungen und Tipps.

Eine Meerjungfrau, die nicht kurzsichtig ist, aber eine Schwimmbrille oder eine Tauchbrille verwendet, lese bitte die entsprechenden Abschnitte. Und Meerjungfrauen, die ohne Brille im Chlorwasser schwimmen und dann mit dem sogenannten Chlorschleier zu kämpfen haben, finden im Text auch einen Tipp.

Für das Mermaiding habe ich drei verschiedene Brillen.

Sie alle wurden vom Optiker für meine Kurzsichtigkeit angepasst.

Manche Meerjungfrauen verwenden auch Kontaktlinsen, hiermit habe ich jedoch keine Erfahrungen.

Letzten Endes gibt es auch kurzsichtige Meerjungfrauen, die auf beim Mermaiding auf eine Korrektur ihrer Fehlsichtigkeit verzichten.

Die normale Brille

Erstens habe ich eine relativ einfache Brille mit Kunststoffgläsern, der auch Salz- oder Chlorwasser nichts ausmachen sollte.

Die trage ich vor allem, wenn auch fotografiert oder gefilmt wird - sie sieht einfach besser aus als eine Schwimm- oder Tauchbrille. Ein kleines elastisches Band, das an den Bügeln befestigt wird und am Hinterkopf herumläuft, sorgt dafür, dass ich die Brille beim Tauchen nicht verliere.

Beim Tauchen im Chlorwasser allerdings bekomme ich recht bald Probleme mit dem sogenannten Chlor-Schleier. Hier hilft es mir, nach dem Baden Hyaluron-Augentropfen oder -Gel (0,3 - 0,4 %) zu verwenden.

Anders als bei Tauch- und Schwimmbrillen ist die Sicht unter Wasser trotz der Brille suboptimal, da Wasser zwischen Augen und Brillengläsern ist. Sie hilft eigentlich nur über Wasser. Ich fühle mich mit ihr aber wohler und sicherer.

Die Schwimmbrille

Zweitens habe ich eine Schwimmbrille mit optischen Gläsern. Eigentlich verwende ich diese Brille gar nicht mehr; denn zum Tauchen ist eine Schwimmbrille nicht geeignet. Dies liegt daran, dass beim Tauchen die Brille durch den Wasserdruck an das Gesicht gepresst wird. Hierbei entsteht ein Saugnappfeffekt - und ein relativer Unterdruck am Auge (wer mehr darüber wissen will, suche nach dem Phänomen „(Masken-) Barotrauma“). Ist der Unterdruck am Auge zu groß, kann er im schlimmsten Fall die Hornhaut beschädigen.

Darum: Niemals mit Schwimmbrille tauchen. Die höchste Tauchtiefe mit Schwimmbrille sollte 1 m betragen. Sie ist ansonsten nur zum Schwimmen geeignet.

Schwimmbrillen weisen oft einen UV-Schutz und einen Beschlagschutz auf. Beide kann man durch gründliches Putzen zerstören, darum sollte man eine solche Schwimmbrille nur vorsichtig putzen (und weder mit Speichel noch mit Chemikalien gegen Beschlag zu schützen versuchen).

Die Tauchbrille

Drittens und wichtigtens habe ich eine Tauchbrille mit optischen Gläsern. Sie sorgt für eine klare Sicht unter Wasser, sie verhindert, dass man Wasser durch die Nase einatmet, und man kann einen Schnorchel an ihr befestigen. Ich verwende sie etwa, wenn ich unter Wasser fotografiere oder filme und beim Training, um meine Meerschwestern besser erkennen zu können.

Grundsätzlich sollte jede Meerjungfrau eine gute Tauchbrille besitzen. Diese sollte man vor dem Kauf anprobieren, ob sie gut sitzt. Sie sitzt gut, wenn man sie - ohne sie mit dem Band zu befestigen - an das Gesicht legt und dann durch die Nase einatmet. Die Maske sollte nun von selbst an Ort und Stelle bleiben.

Natürlich gibt es das Problem mit dem Unterdruck auch beim Tauchen mit der Tauchbrille. Aber hier kann man einen Druckausgleich herbeiführen, indem man aus der Nase in die Tauchbrille ausatmet. Das sollte man also neben dem üblichen Druckausgleich tun. Also: Beim Abtauchen vorsichtig durch die Nase in die Tauchbrille ausatmen, um einen Druckausgleich herbeizuführen.

Das Problem des Beschlagens der Tauchbrille kann man durch zwei Arbeitsschritte lösen. Erstens sollte man die Tauchbrille vor der ersten Verwendung einmal durch den Geschirrspüler schicken. Zweitens bringt man vor dem Tauchgang etwas Speichel auf jedes Glas und verreibt dies. Anschließend die Maske kurz ins Wasser tauchen, und sie wird nicht beschlagen. Hierzu benötigt man also keine Chemikalien.