"Wie sehr das Problem mit Extremisten drängt," so kann man in RP Online lesen, "bekamen die Teilnehmer einer Mahnwache (gegen Extremisten aller Art) am Mittwoch noch vor Beginn der Veranstaltung klar vor Augen geführt. Ein Salafist (sic!) ging mit einer in einer Burka (sic!) gehüllten Frau an den 80 Menschen vorbei, die sich vor dem Rathaus versammelt hatten."

Mehr zu diesem Salafi-Pärchen erfährt man nicht. Sie haben offenbar nichts Extremistisches unternommen. Offenbar ist das einzige "Problem", daß es diese Leute im Reich in Deutschland gibt.

Und das ist, würde ich sagen, das echte Problem. Wie kann es sein, daß Menschen nur deswegen, weil sie Salafi sind, als Beispiel für ein drängendes Problem mit Extremisten darstellen?

"Wir – gemeinsam für ein friedliches Solingen" ist das Motto der betreffenden Mahnwache. Wenn aber allein die Gegenwart von Salafi - die Frau offenbar mit einem Niqab verschleiert - als drängendes Problem mit Extremisten wahrgenommen wird, ist "Frieden" das letzte Wort, das mir einfallen würde. Hier sehe ich eher Salafophobie.

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