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Die Doppelwahl - Beginn der Merkeldämmerung?

So wie ich das sehe, fand gestern in Berlin eine Doppelwahl statt. Christian Wulff wurde zum Bundespräsidenten gewählt, aber Angela Merkel wurde abgewählt, samt ihrer Regierung. Ich schätze und hoffe, daß dies der Beginn der Merkeldämmerung ist, ich hoffe, daß sie und Westerwelle aus diesem Mißtrauensvotum die Zeichen der Zeit erkennen und aus dem Debakel die einzig zulässigen Konsequenzen ziehen.

Wie dem auch sei, ich hätte mir gewünscht, daß Joachim Gauck zum neuen Bundespräsidenten gewählt worden würde. Und auch wenn "idea", die "Bild der Evangelikalen", behauptet, die evangelikale Bewegung begrüße Wulffs Wahl, so gilt das wohl nur für den rechtskonservatriven Flügel dieser vielgestaltigen Bewegung - wohl nicht einmal für alle Allianz-Evangelikalen. Viele Linksevangelikale jedenfalls begrüßen die Wahl Wulffs nicht, sondern bedauern, daß nicht Gauck gewählt worden ist. Er war der Wunsch-Kandidat vieler Linksevangelikaler.

Zur Merkeldämmerung: Ich hoffe, daß es bald zu Neuwahlen kommt - aber Merkel und Westerwelle dürfen gerne noch vorher die Bühne verlassen. Allerdings kenne ich auch keine wünschenswerte Alternative zu schwarz-gelb. Vermutlich wäre got-rün das kleinste Übel. Schade, daß es die SPD eines Helmut Schmidt nicht mehr gibt - das ist wohl der Fluch der späten Geburt.

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