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Würde eine Trennung von Staat und Religion dem Staat Geld sparen helfen?

Ich bin gewiß kein Fachmann für die finanzielle Seie solcher Fragen, aber ich habe so ein Bauchgefühl, daß der klamme Staat viel Geld sparen könnte, wenn er endlich die völlige Trennung von Staat und Religion umsetzt:

  • Keine Zahlungen mehr aus der Staatskasse an die Kirchen wegen des vor rund 200 Jahen enteigneten Eigentums der Kirchen (soweit mir bekannt, sieht auch das Grundgesetz vor, daß diese Zahlungen irgendwann eingestellt werden sollen, ohne aber ein Datum hierfür zu nennen)
  • Keine Dienstleistungen des Staates im Bereich der Kirchensteuer - statt dessen freiwillige Beiträge der Mitglieder, die von den Religionsgemeinschaften selbst eingezogen werden (wie bei den Freikirchen)
  • Keinen konfessionellen Religionsunterricht an staatlichen Schulen
  • Keine staatliche Unterstützung für die Berufsausbildung von Pfarrern, Religionslehrern usw. usf., die Religionsgemeinschaften sollen ihre Leute selbst und auf eigene Kosten ausbilden

Wie gesagt, ich bin kein Fachmann. Vielleicht hat der Staat etwas von seinen millionenschweren Zahlungen an die Religionsgemeinschaften - gerade im Bereich im Diakonie und Caritas ist das wohl so. Aber bei den Gehältern der Pfarrer und Bischöfe, beim Religionsunterricht, bei der Ausbildung von Pfarrern und Religionslehrern?

Aber dennoch kann ich mir gut vorstellen, daß die auch von den traditionellen Freikichen befürwortete Trennung von Staat und Kirche/Religion für beide Seiten von Vorteil wäre - für den Staat, der wirklich viel Geld sparen kann, und für die Religionsgemeinschaften - traditionelle Freikirchen fahren jedenfalls seit jeher gut mit der Trennung vom Staat, mit der Freiheit dem Staat gegenüber (auch wenn die Trennung hierzulande an manchen Punken aufgeweicht ist).

Die "Staatskirchen" könnten meines Erachtens auch von diesem System, das die Freikirchen vorleben, profitieren.

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