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Eine Standardfrage gegen den christlichen Glauben lautet: "Der Hunger in der Welt, all die hungernden und verhungernden Kinder - warum läßt Gott das zu?"
Mittlerweile aber gibt es mehr übergewichtige als hungernde Menschen. Experten zufolge leiden 800 Millionen Menschen an Hunger - aber eine Milliarde an Übergewicht.
Die Frage kann also nicht mehr lauten: "Warum läßt Gott Hunger zu?", vielmehr müssen wir Menschen uns fragen, wie es sein kann, daß mehr Menschen Übergewicht haben als an Hunger leiden. Das Problem liegt ganz offensichtlich bei uns Menschen; da geht etwas ziemlich schief, und Gott können wir dafür wohl kaum verantwortlich machen.
Die Frage lautet also: Warum lassen wir zu, daß 800 Millionen Menschen an Hunger leiden, während eine Milliarde Menschen an Übergewicht leidet?
Daß 800 Millionen Menschen an Hunger leiden, können wir nicht einfach hinnehmen. Wir können die Verantwortung auch nicht einfach auf Gott abwälzen. Wenn mehr Menschen an Übergewicht als an Hunger leiden, dann sind offenbar genügend Lebensmittel vorhanden, um alle Menschen zu sättigen.
Die meisten Menschen im Westen haben mehr als genug Lebens- und Genußmittel zu ihrer Verfügung bzw. die nötigen Mittel, diese anzuschaffen. Wir haben die Möglichkeit, Hungerleidenden in ihrer Not zu helfen. Die meisten von uns müßten dazu nicht einmal ihren Konsum an Lebens- und Genußmitteln einschränken, wir könnten aus unserem Überfluß abgeben. Doch es würde uns auch nicht schaden, unseren Konsum einzuschränken. Statt Geld für Alkoholika, Tabakwaren, Süßwaren, Knabbereien usw. auszugeben, könnten wir dieses Geld den Hilfsorganisationen zur Verfügung stellen.
Besonders die beiden Fastenzeiten der christlichen Kirche, die Advents- und die Passionszeit, eignen sich für Verzicht und daß wir an Hungerleidende weitergeben.
Darüber hinaus kann fast jeder in Deutschland monatlich rund 30 Euro erübrigen, um damit ein Patenkind zu unterstützen, beispielsweise bei World Vision oder der Kindernothilfe. Wir Deutschen könnten locker ein paar Millionen Patenkinder in Afrika, Asien oder Lateinamerika mit Hilfe zur Selbsthilfe versorgen.
Wie können wir es zulassen, daß Menschen Hunger leiden, wenn zugleich noch mehr Menschen an Übergewicht leiden? Wie können wir es zulassen, nicht mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu helfen?
Gott hat uns offensichtlich die Mittel zur Verfügung gestellt, um Hungerleidenden zu helfen. Nutzen wir diese Mittel, helfen wir Menschen in Not. Bald ist Erntedank - eine gute Gelegenheit, um von dem, was wir haben, an Notleidende abzugeben! Am besten, wir beginnen spätestens dann eine Kinderpatenschaft und leisten damit langfristige Hilfe, die wirklich etwas bewegt.
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