| Wie groß muß
ein Hamsterkäfig mindestens sein? | |
| Ein geeigneter Käfig ist mindestens 60cm x 40cm x 40cm
(LBH) groß. Die Gitterstäbe sollten einen Abstand von
nicht mehr als 10 mm haben, damit der Hamster sich nicht
hindurchquetschen kann. Für Zwerghamster wäre noch weniger
(5 - 6 mm) besser. Außerdem gehört eine zweite Ebene in
jedes Hamsterheim, damit genug Bewegungsmüglichkeiten da sind.
Auf dieser zweiten Ebene sollte genug Platz sein, daß der
Hamster sich aufrichten kann, d.h. für Goldhamster 20 cm. Ein Aquarium sollte etwas größer sein, denn es muß mit mehr Klettermöglichkeiten ausgestattet werden - das Gitter als Klettermöglichkeit entfällt ja. Wichtig ist aber vor allem, dass es nicht höher als breit ist, damit die Luft zirkulieren kann. | |
| Wie sieht denn ein
geeigneter Käfig aus, und wo bekomme ich
einen? | |
Hier sind mal ein paar Links zu brauchbaren Käfigen. Für Roborowski-Zwerghamster sind Gitterkäfige grundsätzlich nicht geeignet. Wegen ihrer geringe Größe können die Biesterchen sich durch praktisch jede Ritze quetschen und abhauen.
Bilder mit Beispielen für die Einrichtung gibt es in meiner Hamstergalerie. | |
| Wie groß darf denn der
Abstand der Gitterstäbe sein, ohne daß mein Hamster
ausrückt?? | |
| Im Normalfall sagt man, daß bei einem Goldi die Gitterstäbe
nicht weiter als 1 cm auseinander sein sollten, für Zwerge noch
weniger. Es ist unglaublich, wie dünn sich ein Hamster
machen kann, wenn er irgendwo durch möchte! Bei Hamstern ist es
so wie bei Katzen - wenn der Kopf erst einmal durchpaßt, dann
paßt auch der Rest. Meine Goldiedame ist z.B. mal durch einen
Spalt von 1 cm noch durchgekommen - gut, sie war da noch nicht ganz
ausgewachsen, aber trotzdem... | |
| Kann ich meinen Hamster auch in einem
Aquarium halten? | |
| Ja. Für Zwerghamster ist ein Aquarium sogar besser geeignet als ein
Gitterkäfig; sie wühlen lieber als daß sie klettern.
Aber auch Goldhamster können im Aquarium gehalten werden.
Es besteht dann auch keine Gefahr, daß sich das
Tier am Gitter einklemmt. Obendrein bietet das Aquarium Schutz vor
Zugluft und Lärm; Jungtiere können nicht fliehen und Einstreu
und Futter können nicht hinausgeworfen werden. Grundsätzlich ist folgendes zu beachten: Das Aquarium sollte nicht höher als breit sein, da es sonst mit der Belüftung Probleme gibt. Eine zusätzliche Ebene muß auf jeden Fall vorhanden sein, und insbesondere für Goldhamster sind genug Klettermöglichkeiten bereitzustellen, da ja das Gitter zum Klettern fehlt. Eine Abdeckung ist nötig, da der Hamster sonst ausreißt. Hier tut es eine einfache, selbstgebaute engmaschige Abdeckung. | |
| Was ist besser -
Aquarium oder Gitterkäfig? | |
| Das hängt davon ab. Für einen Goldhamster mit seinem
ausgeprägten Klettertrieb sind die zusätzlichen
Klettermöglichkeiten, die ein Gitterkäfig bietet, wichtig.
Für Zwerghamster, die lieber buddeln als klettern, sind Aquarien
geeigneter. (Siehe auch die vorige Frage.) | |
| Was für ein
Häuschen gebe ich meinem Hamster am
besten? | |
| Nimm unbedingt eins aus Holz oder Ton. Achte bei einem
Tonhäuschen darauf, daß es unlasiert ist, da sonst die
Feuchtigkeitsausdünstungen wie Atem, Schwitzwasser oder Urin
nicht abziehen können. Bei Eigenbauten aus Holz verwende keine
Nadelhölzer; diese sind für Hamster giftig! Bei den Tonhäuschen (meist Iglus) sind die Auflösungserscheinungen durch Annagen am geringsten, allerdings sind die Toniglus für die meisten Goldhamster zu klein, sobald die Tiere ausgewachsen sind. Holzhäser sind in der Regel die beste Lösung. Die Größe des Hauses sollte ca. 20x15x15 cm betragen. Die öffnungen müssen natürlich groß genug sein, so daß der Hamster auch ausgewachsen und mit vollen Backentaschen noch ein- und ausgehen kann. Es ist auch möglich, zwei Häuser übereinander zu stellen (ein etwas größeres und ein kleines); so hat der Nager eine Zweietagenwohnung, und es bieten sich dem Hamster noch mehr Möglichkeiten, sich selbst und vor allem auch die Nahrungsmittel zu verstecken. Daher ist es nicht verkehrt, auch einen kleinen Vogelnistkasten zu verwenden, da diese von oben zu öffnen sind und so eine kurze Nestkontrolle sehr leicht möglich ist, ohne das ganze Haus wegzuräumen | |
| Geht auch ein
Plastikhäschen? | |
| Nein, Plastikhäuschen sind für Hamster ungeeignet. Zum
einen wegen der mangelhaften Belüftung, die die Feuchtigkeit
nicht abziehen läß und ein ideales Klima für Pilze
und Bakterien schafft. Zum anderen neigen Hamster dazu, alles, also
auch ihr Häuschen, anzunagen und -zuknabbern. Bei
Plastikhäuschen besteht dann immer eine gewisse
Verletzungsgefahr. Außerdem enthalten diese meistens giftige
Schadstoffe. | |
| Ich habe eine Frage zu diesem bunten
Plastikspielzeug (Raumstationen
u.ä.), von dem ja abgeraten wird (wegen mangelnder
Zirkulation usw.). Kann ich meinem kleinen Stöpsel dieses
Spielzeug anbieten, wen er seinen Freilauf hat? | |
| Daß diese Stationen Schrott sind, weißt Du ja schon selbst.
Als Hamsterheim sind die völlig ungeeignet - in
praktisch keinem Fall ist für eine ausreichende Luftzirkulation
gesorgt, außerdem bildet sich durch Schwitzwasser oder die
Feuchtigkeit aus dem Urin ein hervorragendes Klima für Pilze und
Krankheitskeime. Wenn ein Hamster die Plastikteile annagt, kann er an
den Splittern elendig zugrundegehen. So einzelne Röhren kannst Du dem Hamster aber beim Freilauf zur Verfügung stellen, allerdings solltest Du ihn nicht hineinsetzen - wenn, geht er von selbst durch. Wenn Du diese Röhren dann ebenso wie die Behausung regelmäßig und gründlich reinigst, kann eigentlich nichts passieren. Allerdings wäre ich bei den Röhren mit Luftschlitzen (haben nicht alle) vorsichtig, denn hier können die Kleinen mit den Füßchen hängen bleiben. In diesem Falle würde ich sie ganz weglassen und lieber Papprollen oder herkömmliche Abflussrohre (diese grauen Teile gibt es mit verschiedenen Durchmessern) aus dem Baumarkt nehmen. | |
| Der Käfig von meinem
Hamster
ist ca. 50 - 60cm hoch. Er klettert immer an den Wänden
hinauf und fällt dann wieder runter. Kann er sich da nicht
verletzen? | |
| Ja, bei einen Sturz aus dieser Höhe kann sich ein Hamster bereits
verletzen. Eine absolut sturzsichere und gleichzeitig hamstergerechte
Behausung kann man wohl kaum schaffen, dann hätte der Hamster
weder ein Häschen noch Klettermöglichkeiten. Aber Du kannst
die Verletzungsgefahr reduzieren, indem Du den Boden und die
Zusatzebenen gut mit Einstreu auspolsterst, damit der Hamster bei
einem Absturz weich fällt. Und achte darauf, daß an den
möglichen Absturzstellen keine harten oder kantigen
Gegenstände (z.B. Futternapf oder Klettergerät) stehen, auf
die er fallen könnte. | |
| Warum sollen zusätzliche Ebenen im
Käfig keine Gitterebenen
sein? | |
| Die zweite Ebene darf kein Gitter sein, weil denn der Hamster keinen
richtigen Halt und ein völlig unsicheres Laufgefühl hat,
wenn er über ein Gitter laufen
muß. Er kann mit seinen Füßchen nicht
so zugreifen wie z.B. ein Vogel, die Abstände sind zu groß
und der Hamster rutscht durch die Lücken. Die kleinen Nager
haben kein Gefühl für Höhe und können nur
erkennen, daß es in den Zwischenräumen nach unten geht. Das
bedeutet Dauerstreß und führt zu verschiedenen
Verhaltensstörungen. | |
| Ich will noch Äste und
Zweige in den Käfig reintun. Was soll ich da
für Baumholz nehmen? Soll ich die kaufen oder reicht ein
Ast aus dem Garten? | |
| Äste sind eine gute Idee. Nadelholz darsfst Du allerdings nicht
nehmen, die darin enthaltenen Öle und Harze sind für
Hamster schädlich. Gut geeignet ist Weide, Kernobst wie Apfel-
oder Birnbaum beispielsweise, Erlen, Eschen, Buchen, Pappeln, Linden,
Birken, Weiden, Haselnuß...
Ein Ast aus dem Garten ist okay, wenn der Garten nicht zur Straße
hin liegt. Sonst sind zuviele Abgase und so daran. Und schrubbe die
Äste immer gründlich mit heißem Wasser und
Bürste, ehe Du sie in den Käfig legst. | |
| In meinem Hamsterbuch steht,
daß man dem Hamster ruhig Eichenäste geben kann.
Nun meinte jemand, daß Eichenblätter giftig
für Hamster sind. Begründen konnte er es leider nicht. Was
stimmt den nun? Kann ich meinem Hamster Eichenblätter geben
oder nicht? | |
| Grundsätzlich sind weder die Äste noch die Blätter
noch die Eicheln selbst giftig für den Hamster. Einzig die
Tatsache, daß gerade in den Blättern sämtliche
Schadstoffe (durch äußere Einflüsse) zusammenkommen
und es doch recht schwierig ist, völlig unbelastete Bäume
zu finden, macht die Sache ein wenig bedenklich. Aber wenn Du
Äste und Laub von einem unbehandelten Baum aus einem privaten
Garten ohne direkte Nachbarschaft von Straßen bekommen kannst
und alles gut wäschst (gerade die Äste gut abschrubben!)
und trocknen läßt, dürfte eigentlich keine Gefahr
bestehen. | |
| Was ist von der
Hamsterwatte zu halten, die es überall
gibt? | |
| Du solltest unbedingt darauf achten, daß
"vollverdaulich"; draufsteht, und immer nur kleine
Schnipsel in der Behausung verteilen. Andernfalls besteht die Gefahr,
daß das Tierchen sich in der Watte verheddert und sich dabei im
schlimmsten Fall ein Bein abschnürt. Normale Haushalts- bzw. Kosmetikwatte (selbst 100% Baumwolle) ist kein geeigneter Ersatz, da diese meist nicht richtig verdaulich ist. | |
| Ich würde meinem Hamster gerne einen
Minigarten im Aquarium anlegen. Was für
Samen eignen sich da am besten? | |
| Es nicht so ratsam einen Minigarten im Hamsterheim direkt anzulegen.
Das hat mehrere Gründe: Erstens bräuchtest Du dazu Erde. Die müßte jedoch vorher keimfrei gemacht werden, nur kann man sie dann nicht mehr zum Bepflanzen nutzen. Zweitens müssen die Samen gegossen werden, und dadurch kann auch der Hamster naß werden, denn der streunt ja auch durch die Erde bzw. durch das Gras. Drittens gibt es Probleme mit der Reinigung. Wie willst Du den Garten dann herausholen? Und ganz davon abgesehen, würden die Samen aller Wahrscheinlichkeit nach eh nicht aufgehen, da der Hamster sie vorher schon verzehrt hätte. :-) Das wäre zwar nicht weiter schlimm, aber ohne Samen kein Gras.
Was Du jedoch tun kannst, ist Hasen- oder Katzengras (gibt es schon
als Fertigmischungen in Zoo- oder Gartenmärkten) außerhalb
des Hamsterheims zu züchten und dem Hamster dann von Zeit zu
Zeit (am besten, bevor Du es wieder gießen mußt, denn
dann ist die Erde trocken) in die Behausung zu stellen. So etwas ist
immer eine willkommene Abwechslung. Aber sei dem Kleinen nicht allzu
böse, wenn er Deine Mühen evtl. mit etwas
überstürmischen Sprüngen direkt komplett
niederwalzt... :-) | |
| Was kann ich meinem Hamster als
Nistmaterial geben? | |
| Eine ganze Menge: unparfümierte Tempotücher,
unbedruckte Küchentücher (wenn die nicht mit irgendwas
getränkt sind), unbedrucktes Klopapier, alles in Fetzen gerissen.
Stroh und Heu, Scharpie (zerrupft), Hamsterwatte (siehe vorherige
Frage), eine Kapok-Frucht. Nicht geeignet sind Stoffreste, da die Zahl der verwendeten Textilbehandlungsmittel kaum noch überschaubar ist und somit auch keine völlige Unbedenklichkeit bescheinigt werden kann. | |
| Kann ich meinem Hamster
Erde zum Buddeln geben? | |
| Ja, kannst Du. Aber dabei ist folgendes zu beachten: Die Erde
muß ca. 20 Min. im Backofen bei 200°C gebacken werden, damit die
Keime absterben. Außerdem darf die Erde keinen Dünger
enthalten, da der für den Hamster schädlich ist und beim
Backen nicht rausgeht. Damit scheiden die meisten Blumen- und
Gartenerden, die man kaufen kann, aus. | |
| Eignet sich ein Gemisch aus
Torf und Sand für Zwerghamster? | |
| Nein - so ein Gemisch kann für die Hamster extrem gefährlich
werden, denn vor allem Torf kann zu lebensbedrohlichen
Atemwegserkrankungen führen. Als Alternative kannst Du ungedüngte Blumenerde nehmen, die Du zuvor im Backofen keimfrei gemacht hast (siehe vorherige Frage). | |
| Mein Hamster hat seinen
Tonziegel mit dem Klo verwechselt. Wie kann
ich den am besten reinigen? | |
| Um einfach nur den Geruch aus dem Ton zu beseitigen, reicht es,
wenn Du die Gegenstände in heißes Essigwasser legst und
einige Zeit einwirken läßt. Anschließend noch gut
trocknen lassen und lüften, und der Geruch ist weg. Urinstein hingegen bekommt man eigentlich gar nicht weg, egal, wo er sich festsetzt. Es gibt zwar Urinex, was normalerweise für die Menschentoilette benutzt wird, allerdings ist davon abzuraten, so etwas bei einem "Hamsterklo" zu benutzen - zu viel Gift und Chemie. | |
| Soll ich meinem Hamster eine
Wasserflasche oder einen Napf
geben? | |
| Ein Wasserschälchen ist für Hamster völlig ungeeignet.
Die Gefahr ist groß, daß der Hamster den Napf
umschmeißt, so daß die Einstreu oder gar er selber
naß wird. Dabei kann er sich erkälten oder gar eine
Lungenentzündung zuziehen. Die nasse Einstreu wiederum ist ein
prima Nährboden für Pilze, Bakterien oder Milben. Wenn der
Napf auf einer Holzebene steht, kann diese Schimmel ansetzen, wenn sie
naß wird. Außerdem wird es früher oder später
passieren, daß der Hamster Futter in den Napf wirft, das dann
womöglich verdirbt und das Wasser verschmutzt. Gib Deinem Hamster also unbedingt eine Flasche. Es gibt jede Menge Modelle zum Einhängen im Käfiggitter, mit Saugnäpfen oder als Standversion für Aquarien. | |
| Ist für einen Zwerghamster
Vogelsand als Einstreu
möglich? | |
| Zwerghamster sollten sogar immer eine Ecke mit feinem Vogel- oder
Chinchillasand haben, jedoch nicht(!) das ganze Hamsterheim mit
Vogelsand ausstreuen. Am besten ist es, wenn man 2/3 des Hamsterheims
und die weiteren Ebenen mit gewöhnlicher Einstreu (kann auch eine
Mischung aus Terrariumhölzern, Pellets und Einstreu sein)
ausstreut und das verbleibende Drittel mit einer Schicht von ca. 5 cm
Vogel- bzw. Chinchillasand bedeckt. Die Zwerge lieben es, da Gänge
reinzubuddeln. Und das geht ja mit dem Sand irgendwie nicht so gut. Bei ganz besonders begeisterten Buddlern (oder Mittelhamstern) ist es meist angebrachter, eine Tonschale o.ä. mit feinem Sand gefült als Sandbad oder Toilette (das entscheidet dann der Hamster) zur Verfügung zu stellen. Wenn sie so ausgiebig ihre Behausung umräumen vermischt sich einfach hineingestreuter Sand doch sehr schnell mit der anderen Einstreu und "geht unter". |