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Herzlich willkommen auf www.molthagen.de, der privaten Home Page der Molthagens aus dem wilden Süden; Sie finden hier Informationen über Dr. Kerstin Molthagen und Michael Molthagen, eine Galerie sowie einen Blog mit Kommentaren zu aktuellen Geschehnissen.

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Herrnhuter Losungen

Freitag, 03. September 2010
Er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen.
Paulus schreibt: Mir soll es nicht einfallen, auf irgendetwas anderes stolz zu sein als auf das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.
Über uns: Christentum PDF Drucken E-Mail
Über uns - Kerstin und Michael Molthagen
Geschrieben von: Michael Molthagen   
Mittwoch, den 01. Oktober 2008 um 02:00 Uhr

Wir sind evangelisch-freikirchliche Christen (Baptisten), gehören zu einer Baptistengemeinde im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland und sind wohl am ehesten den sog. Linksevangelikalen zuzuordnen.

Was für unseren christlichen Glauben wichtig ist...

Evangelisch

Unser Glaube ist evangelisch - und das ist hier weniger als "protestantisch" gemeint, sondern bezieht sich in erster Linie auf das Evangelium Jesu Christi, die "Gute Nachricht" (wie "Evangelium" wörtlich übersetzt wird), die halt eine Froh- und keine Drohbotschaft ist.

"Evangelisch" bedeutet für uns, das wir mehr auf das schauen, was der Herr Jesus für uns getan hat, für uns tut und in Zukunft noch tun wird denn auf das, was sich uns entgegenstellt, sei es "Sünde, Tod oder Teufel".

Freikirchlich

Unser Glaube ist freikirchlich, weil uns in allen Angelegenheiten des Glaubens und der Religion Freiheit sehr wichtig ist.

Wir glauben nicht, daß freikirchliche Christen eine Elite unter den Christen darstellen oder etwas Besseres sind als Christen in anderen Kirchen.

Baptistisch

Als Freikirchler gehören wir zu einer Baptistengemeinde im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden.

Wir sind überzeugte Baptisten und gerne dabei, glauben aber nicht, daß der Baptismus in irgend einer Weise besser, richtiger, biblischer... ist als andere Kirchen.

Der Baptismus ist Heimat für eine breite Strömung an Überzeugungen, so daß wir nicht befürchten müssen, mit der einen oder anderen Überzeugung das Band des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, das uns eint, zu zerreißen.

Die Einbindung unserer freikirchlichen Gemeinde in einen größeren Bund, in dem man aufeinander Acht hat und füreinander da ist, ist uns sehr wichtig.

Täuferisch

Gespannt sind wir auf die weitere Entwicklung in unserer Kirche im Umgang mit der Tauffrage - insbesondere mit der Frage, ob als Kinder Getaufte in eine Baptistengemeinde aufgenommen werden können, ohne auf ihren Glauben hin getauft zu werden, allein auf das Bekenntnis ihres Glaubens hin.

Wir glauben, daß die Mündigentaufe ("Glaubenstaufe") vor allem aus seelsorgerlichen Gründen vorzuziehen ist, aber ebenfalls aus seelsorgerlichen und zudem aus ökumenischen Gründen eine erneute Taufe von Gläubigen, die schon als Kinder getauft wurden, nicht in jedem Fall sinnvoll ist.

Ökumene

Unser Glaube ist ökumenisch, wir lehnen jeden Separatismus ab. Wir sehen in unserer Konfession nicht eine "allein seelig machende Kirche", sondern ein Glied am Leib Jesu, der viele Konfessionen und Frömmigkeitsstile umfaßt, evangelische, katholische und orthodoxe Kirchen, volks- und freikirchliche Gemeinden, liberale, evangelikale und charismatische Frömmigkeit.

Gemeinde

Unser Glaube ist gemeindebezogen, wir lehnen ein "Christsein ohne Gemeinde", wie es heute von immer mehr gläubigen Christen praktiziert wird, entschieden ab - "allein geht man ein".

Wir glauben, daß Frauen und Männer in der Gemeinde gleichartig, gleichwertig und gleichberechtigt sind und das Ämter nicht nach geschlechtlichen Kriterien vergeben werden sollten, sondern nach den Gaben Gottes und nach der Beauftragung durch die Gemeindeversammlung. Darum sagen wir ausdrücklich "Ja" zu Frauen in Verkündigung und Leitung.

Wir glauben, daß "Kirche" nicht nur ein Hauptwort ist und dabei vor allem einen Ort - die Gemeinde oder Kapelle - beschreibt, sondern mehr noch ein Tätigkeitswort, wobei der "Ort" jeweils der Mensch ist, in dem uns Jesus Christus begegnen will.

Gemeinde ist Begegnung, ist Gemeinschaft.

Mission

Mission ist für uns sehr wichtig; Mission bedeutet für uns Konvivenz - nachbarschaftliches Leben: Einander helfen, voneinander lernen, miteinander feiern.

Wir glauben, daß Gott die Menschen geschaffen hat, damit sie mit ihm, aber auch untereinander Gemeinschaft haben. Und wir glauben, daß die Christen Gesandte (Missionare) im Dienst der Gemeinschaft sein sollen.

"Mission" hat für uns nichts mit "überzeugen wollen" zu tun - das vermag ohnehin nur Gott in den Herzen der Menschen zu bewirken; Christen können und sollen nicht überzeugen, sondern Gottes Liebe für diese Welt bezeugen -, außer daß wir überzeugt sind und das auch weitergeben wollen, daß Gemeinschaft für das Leben unverzichtbar ist.

Zum "voneinander lernen", das zur Konvivenz gehört, gehört natürlich auch, daß wir über unseren Glauben und unsere Hoffnung Auskunft geben. Dies soll freilich auf Gegenseitigkeit beruhen - es geht eben darum, voneinander zu lernen, nicht um eine Einbahnstraße.

Vernunft und Glaube

Unser Glaube macht uns Mut, unseren Verstand einzusetzen. "Glaube" ist für uns nicht das Gegenteil von "Wissen", sondern Glaube beruht auf vernünftig verarbeiteten (reflektierten) Informationen.

In Bezug auf die Debatte "Evolutionstheorie vs. Schöpfungslehre" kann man uns wohl am ehesten als "evolutionistische Kreationisten" einordnen (obwohl wir beide Begriffe nicht sonderlich mögen). Wir verstehen den biblischen Schöpfungsbericht nicht als"biologischen und historischen Tatsachenbericht", sondern als eine ethische Reflexion des Glaubens über die Fragen des Lebens. Wir glauben, daß Gott die Welt gschaffen hat und bejahen die Erkenntnisse der Evolutionsforschung. Wir lehnen jeden Versuch ab, Gott in "naturwissenschaftlichen Lücken" zu verorten.

In Bezug auf die Bibel lehnen wir jeden Fundamentalismus ab. Die Bibel ist für uns zugleich Gotteswort und Menschenwort, dies unvermischt und nicht voneinander zu trennen. Wiewohl die Bibel nicht auf eine Verbalinspiration Gottes (wörtliches Diktat) zurückgeht, glauben wir, daß sie weder etwas von dem Wort Gottes fehlen läßt, was Menschen vielleicht vergessen oder verändert hätten, oder ein Wort der Menschen vermissen läßt, das Gott unterschlagen hätte. Darum offenbart sie sowohl das Wesen Gottes als auch das Wesen der Menschen.

In Bezug auf Verkündigung und Predigt glauben wir, daß dies sowohl "Inspiration" als auch auf "Transpiration" voraussetzt. Wir bejahen neben der professionellen Predigt die gerade in Freikirchen bewährte Laienpredigt, sind aber überzeugt, daß jeder Prediger, egal ob ausgebildeter Theologe oder Laie, sich in Fragen der Theologie, Exegese, Hermeneutik usw. so umfassend wie möglich aus- und fortbilden sollte.

Religionsfreiheit

Die allgemeine Religionsfreiheit ist uns wichtig. Wir schließen uns der Forderung Julius Köbners, eines der Gründerväter des deutschen Baptismus, an, der bereits 1848 ausdrücklich Religionsfreiheit für Christen, Juden und Muslime und jeden Bürger forderte. Dazu gehört auch die negative Religionsfreiheit.

Ebenso bejahen wir die Forderung nach einer Trennung von Staat und Religion/Kirche, wobei wir freilich eine Unterdrückung der Religion in der Öffentlichkeit ablehnen. Religion gehört nicht ins stille Kämmerlein, sondern hat etwa auch Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen, wie dies etwa Martin Luther King, Dietrich Bonhoeffer und Mutter Teresa taten.

Wir glauben, daß wir im stillen Kämmerlein beten sollen, als ob alles Arbeiten nichts nützt - und in der Öffentlichkeit mit den Werkzeugen Gottes und der Heiligen arbeiten sollen, als ob alles Beten nichts nützt.

Keine einfachen Antworten

Erschreckenderweise führt die postmoderne, komplizierte und den Menschen überall und zu jeder Zeit viele Entscheidungen abverlangende Gesellschaft dazu, daß viele Menschen gerade im Bereich der Religion nach einfachen, fundamentalistischen Antworten suchen. Religionen und Weltanschauungen mit einem "-ismus" wie Fundamentalismus, Liberalismus, Atheismus haben Hochkonjunktur. Im religiösen Bereich gedeihen Gemeinschaften am gewissermaßen linken oder rechten Rand, die einfache Antworten liefern und das Denken abnehmen. Gemeinschaften in der Mitte, die von ihren Mitgliedern verlangen, selbst nachzudenken und über das Erlebte und Erfahrene zu reflektieren, erodieren dagegen, verlieren Mitglieder und Einfluß (das gilt analog auch im Bereich der Politik, des Wissens, der Ethik, der Wirtschaft usw.).

Wir glauben, daß dies ein falscher Weg ist - auch in einer hoch komplexen Welt sind wir Menschen aufgefordert, nicht den einfachen, breiten Weg zu gehen, sondern wider den Zeitgeist Erlebtes und Erfahrenes gewissenhaft zu reflektieren und dann jeweils im Geiste der Gottes- und Nächstenliebe umzusetzen.

Wir sehen es als unsere Aufgabe an, Menschen auf diesen schmalen, aber lohnenswerten Weg einzuladen und vor den Gefahren einfacher, gesetzlicher Wege zu warnen. Wir suchen die Gemeinschaft mit anderen Menschen, die mit uns auf dem Weg des Friedens sind, dessen Ziel Glaube, Liebe und Hoffnung ist (1. Korinther 13).

 
 

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