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In dieser Kategorie finden Sie Inhalte zum Thema Religionsfreiheit, das für uns als Baptisten ein wichtiges Thema darstellt.
Wir treten für die allgemeine Religionsfreiheit ein, nicht nur für die Christen, sondern für alle Menschen in unserem Land und in Europa (das schließt auch die sog. negative Religionsfreiheit ein).
Weil auch das Thema Christlicher Glaube und Islam für uns von großer Bedeutung ist, schauen wir vor allem auf die Religionsfreiheit für Menschen muslimischen Hintergrundes, etwa auf die Kopftuchdebatte. Wir bejahen das Recht muslimischer Frauen auf ungestörte Ausübung ihrer Religion und kulturelle Selbstbestimmung und damit ihr Recht, Kopftuch oder Schleier privat und öffentlich zu jeder Zeit zu tragen.
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Religionsfreiheit -
Kopftuchdebatte
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Geschrieben von: Michael Molthagen
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Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 19:47 Uhr |
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Im Folgenden möchte ich Gründe aufführen, die aus meiner Sicht gegen Verbote von Schleiern wie Burqa, Niqab usw. sprechen.
Der wichtigste Grund ist natürlich der, daß die Religionsfreiheit gemäß Artikel 4 des Grundgesetzes das Recht muslimischer Frauen schützt, ihre Religion auch dadurch auszuüben, daß sie sich gemäß ihrer religiösen Überzeugungen komplett verschleiern.
Immanente Einschränkungen der Religionsfreiheit gibt es, allen voran durch die negative Religionsfreiheit. Einschränkungen erfordern selbstverständlich, daß durch das Ausüben der Religion die Rechte Dritter in nicht hinnehmbarer Weise verletzt werden. In einem solchen Fall muß eine Abwägung der miteinander konkurrierenden Rechtsgüter erfolgen.
Mir ist kein Recht Dritter bekannt, das durch die komplette Verschleierung von Frauen grundsätzlich in so starkem Maße verletzt wird, daß die Verschleierung prinzipiell verboten werden müßte. Einwände beruhen meist auf "Glauben", auf Bauchgefühl, auf Hörensagen, auf Vermutungen - aber nie auf harten, nachprüfbaren Fakten, auf klaren Beweisen. Jeder Versuch, die Religionsfreiheit für komplett verschleierte Frauen außer Kraft zu setzen, wird auf Basis dieser "Glaubensaussagen" zu einem "Hexenprozeß".
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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 02. März 2010 um 13:52 Uhr |
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