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Es ist interessant, sich die Weihnachtstitel des SPIEGEL der letzten 15 Jahre anzusehen:
- 1996: Lust am Bösen - Der göttliche Teufel
- 1997: Jesus allein zu Haus - Glauben ohne Kirche
- 1998: Gottes Urknall - Kosmologie an der Grenze zur Religion
- 1999: 3000 Jahre nach Moses, 2000 Jahre nach Christus - Wo ist die Moral?
- 2000: Jenseits des Wissens - Warum glaubt der Mensch?
- 2001: Der Glaube der Ungläubigen - Welche Werte hat der Westen?
- 2002: Die Erfindung Gottes - Archäologen auf den Spuren der Heiligen Schrift
- 2003: Martin Luther - Abschied vom Mittelalter
- 2004: Mythos Heiliger Gral - Die Legende um Jesus Christus, Maria Magdalena und die Tempelritter
- 2005: Gott gegen Darwin - Glaubenskrieg um die Evolution
- 2006: Gott kam aus Ägypten - Pharao Echnaton und die Geburt des Monotheismus
- 2007: Der Koran - Das mächtigste Buch der Welt
- 2008: Abraham - Christen Juden Muslime: Wem gehört der Urvater der Religionen?
- 2009: Wer hat den stärkeren Gott? - Islam und Christentum: Der ewige Zwist
- 2010: Mythos Mekka - Die Schicksals-Stadt des Islam
(Zusammenstellung von dieser Quelle).
Die Weihnachts-Titelstory des aktuellen SPIEGEL stammt übrigens, soweit mir bekannt, von einem Konvertiten zum Islam, Bernhard Zand.
Zuerst einmal fällt natürlich auf: Zu Weihnachten schenkt der SPIEGEL seinen Lesern "spirituelle" Themen - mehr oder weniger deutlich Polemiken gegen das Christentum.
Die letzten vier Titel stellen nun aber, auch ohne einen jeweils aktuellen Anlaß (warum gerade jetzt Mekka?), den Islam in den Mittelpunkt, zuletzt gibt man sogar einem Konvertiten Gelegenheit für einen - anders kann man das kaum nennen - Da'wa-Titel, für islamische Mission.
Nur die übliche spiegelsche Gegnerschaft zum Christentum - oder steckt mehr hinter der Umkehr des Hamburger Blattes vom Atheismus zum Islam?
So, wie ich das sehe, spielt der Atheismus beim SPIEGEL längst keine so große Rolle mehr wie früher, er weicht einer mehr und mehr positiven Auseinandersetzung mit dem Islam. Die Gegnerschaft zum Christentum freilich bleibt (über die Haltung zum Judentum will ich lieber gar nichts sagen).
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Kommentare
Wenigstens fällt die Islamisierung nicht mur mir auf.
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