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Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk macht uns der Landtag von Nordrhein-Westfalen, der in seiner heutigen Sitzung der Neufassung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) seine Zustimmung verweigert und damit das Gesetz zu Fall gebracht hat, das ab 1. Januar 2011 jeden Betreiber einer Webseite gezwungen hätte, mit ungeeigneten Methoden unsinnige und unnütze Maßnahmen zum "Jugendschutz" umzusetzen.
Es bleibt zu hoffen, daß beim nächsten Anlauf alles besser gemacht wird - was unter anderem auch bedeutet, nicht nur über die Webseiten-Betreiber zu sprechen, sondern auch mit ihnen.
Der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist sicherlich eine wichtige Sache - aber der erste Anlauf mußte allein deswegen scheitern, weil das Internet nun einmal weder mit einem Radio- oder Fernsehgerät vergleichbar ist noch allein aus Deutschland "gesendet" wird. Die Novellierung hätte keinen einzigen Inhalt, der für Kinder und Jugendliche schädlich ist, aus dem Internet verbannt.
Zudem hätte die Novellierung eine solide Basis für eine Zensur deutscher Internetauftritte zur Verfügung gestellt, die nicht nur bei gewissen Kreisen Begehrlichkeiten geweckt hätte, sondern auch früher oder später umgesetzt worden wäre.
Persönlich meine ich, daß der Kinder- und Jugendschutz im Internet nur an einer Stelle sinnvoll ansetzen kann: Bei den Eltern. Sie sind es, die ihre Kinder zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet erziehen müssen.
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