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Geschrieben von: Michael Molthagen
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Mittwoch, den 08. September 2010 um 20:35 Uhr |
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Egal, ob es Terry Jones gelingt, die von ihm geplante Koran-Verbennung durchzuführen oder ob es den USA gelingt, ihn daran zu hindern - eine Partei ist in jedem Fall der Gewinner, für sie ist es eine klassische Win-Win-Situation.
Entweder der Koran wird in Florida brennen, und es gibt weltweit eine Welle der Gewalt, die zu einer weiteren Einschränkung der Meinungsfreiheit führen wird - oder der Koran wird nicht brennen, und die USA sind vor der Welt bloßgestellt, die Meinungsfreiheit, für die sie kämpfen, außer Kraft gesetzt zu haben.
Die Meinungsfreiheit wird immer Schaden nehmen.
Daß es gerade einmal einem (Ver-) Führer und 50 Verführten gelingt, diese Situation herbeizuführen und die Welt nach ihrer Pfeife tanzen zu lassen, mit allen zu erwartenden entsetzlichen Folgen für Menschen und Mensachenrechte, ist erschreckend.
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Kommentare
Es geht ihm nicht um den christlichen Glauben, nicht um den Islam, nicht um den Koran.
Es geht ihm nur darum, Beachtung zu finden. Ruhm und Anerkennung will der Sektenführer aus Florida, danach ist er süchtig. Er will die Kontrolle haben, er will die Welt nach seiner Pfeife tanzen lassen.
Dafür geht er über brennende Bücher und letzten Endes auch über die Leichen unschuldiger Menschen in Orient und Okzident.
Dafür ist er bereit, die Welt in eine der größten Krisen seit Jahren, vielleicht sogar seit Jahrzehnten zu stürzen.
Das kann er freilich nur, weil er sich darauf verlassen kann, daß die Welt sich bereitwillig in eine Krise stürzen läßt, daß sich Menschen empören werden und schlimmstenfall s gewalttätig werden.
Wir, die wir Terry Jones eine Bühne für seinen Wahnsinn geben, die wir seine Sucht nach Aufmerksamkeit und Bedeutung befriedigen, sind mitschuldig.
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