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Man hört oft, die Integration in Deutschland sei gescheitert.
Man hört auch oft, daß natürlich die Deutschen die Schuld an einem Scheitern tragen.
Zum ersten Punkt ist zu sagen, daß Deutschland die Integration der Migranten über Jahrzehnte weithin gut gemanaged hat. Das begann bei der Integration der Flüchtlinge aus dem Osten nach dem Zweiten Weltkrieg - die Deutschen haben dort schlicht und einfach eine Spitzenleistung hingelegt. Und niemand sage, daß das für dieses Land und seine Leute einfach war.
Auch die Integration von vielen anderen Migranten funktioniert bis heute gut - teilweise zwar erst ab der zweiten Generation, aber dann doch fast durchgehend.
Aber es gibt eben auvch einige Migranten, die zum einen immer wieder eine neue "erste Generation" schaffen - vor allem, indem Ehepartner immer wieder nicht aus dem deutschen Pool stammen, sondern aus dem Ursprungsland nachgeholt werden -, zum anderen aber in den folgenden Generationen schlechter integriert sind als in denen davor.
Und ja, an diesem einen Punkt sind wir als Deutsche an der Integration gescheitert.
Denn aus irgend einem Grund behandeln wir manche Migranten als andere. Einem Migranten aus den meisten Ländern würden wir nie so begegnen, wie wir Migranten mit muslimischem Hintergrund begegnen. Wir unterscheiden zwischen Migranten mit und ohne muslimischem Hintergrund - denen mit diesem Hintergrund begegnen wir eher so, als seien es "edle Wilde", denen man in jeder Form entgegenkommen muß, an die man keine Forderungen stellen darf, deren Wünsche man als Befehle behandeln muß. Alles andere gilt schnell als "rechts", als "ausländerfeindlich" usw.
Das ist nichts anderes als Rassismus - und erschwert es den Migranten mit muslimischem Hintergrund, sich hier zu integrieren. Denn wer sich integrieren will, muß dies oft gegen den Widerstand jener "Bevorzugung" des Islam tun. Es ist für Migranten mit muslimischem Hintergrund hierzulande viel einfacher, den "edlen Wilden" zu spielen, wie man es von ihm erwartet, als sich zu integrieren.
Ganz deutlich: Schuld ist nicht der Islam, sind nicht die Moscheen, die Minarette, die Kopftücher, die Schleier. Schuld sind nicht die Muslime.
Schuld ist, daß wir Deutschen zwischen den Migranten unterscheiden, je nachdem, ob sie nun einen muslimischen Hintergrund haben oder nicht. Weil wir den Migranten ohne muslimischem Hintergrund bei weitem nicht so entgegenkommen wie denen mit diesem Hintergrund, sind diese sehr viel mehr gefordert - und dann auch meist erfolgreicher.
Würden wir die Migranten gleich behandeln, gleich welchen Hintergrund sie haben, liefe die Integration hierzulande weit besser ab, als es bisher der Fall ist.
Denn wie gesagt: Wir Deutschen können Migranten integrieren. Und die wollen auch. Wenn wir sie lassen. Nur manche sind gleicher als andere - und die lassen wir einfach nicht, die wollen wir lieber auf ewig als "edle Wilde" bestaunen, als eine Art "Karl May für Erwachsene".
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