Startseite Blog Sonstiges 5 Minuten vor 12 für Israel?

Social Bookmarks

Add to: Mr. Wong Add to: Webnews Add to: Icio Add to: Oneview Add to:  FAV!T Social Bookmarking Add to: Favoriten.de Add to: Seekxl Add to: Social Bookmark Portal Add to: BoniTrust Add to: Power-Oldie Add to: Bookmarks.cc Add to: Newskick Add to: Newsider Add to: Linksilo Add to: Readster Add to: Yigg Add to: Linkarena Add to: Simpy Add to: Netvouz Add to: Folkd Add to: Spurl Add to: Google Add to: Blinklist Information
Social Bookmarking
572149
5 Minuten vor 12 für Israel? PDF Drucken E-Mail
Blog - Sonstiges
Geschrieben von: Michael Molthagen   
Montag, den 21. Juni 2010 um 11:50 Uhr

Ist es, wie ein deutscher FDP-Minister erklärte, für Israel "5 Minuten vor 12"?

Der nächste Krieg steht für Israel kurz bevor - ich rechne für die nächste Zeit mit einem donnernden Introitus durch die Achse Ankara-Teheran und mit größter Zurückhaltung Europas und der USA auf dieser Ouvertüre.

Der Westen, so scheint mir, bereitet sich schon auf die Zeit nach dem hierzulande als sicher geltenden Sieg über Israel ein und macht sich allenfalls noch Gedanken, ob man Ankara und Teheran nur auffordern soll, mit den überlebenden Juden nicht schlimmer umzugehen als mit den eigenen Bürgern, oder ob ein paar Hundert Überlebende in den Westen flüchten dürfen, falls Ankara und Teheran das erlauben und man ihnen im Gegenzug etwas anbieten kann, um sie milde zu stimmen (z.B. die Hälfte Deutschlands als neue türkische Provinz).

Sollte Israel verlieren, mache ich mir keine Illusionen über die Zukunft der Palästinenser. Sie werden keine haben. Aber immerhin interessiert ihr Schicksal dann im Westen niemanden mehr, sie rangieren in der Zeit nach Israel für den Westen auf einer Stufe mit den Menschen in Darfur und haben dann weder Hilfe noch Solidarität aus dem Westen zu erwarten.

Aber die Deutschen können dann endlich wieder die Juden lieben. Ohne dabei von Juden, die nicht nur geliebt werden, sondern viel lieber am Leben bleiben wollen, belästigt zu werden.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 21. Juni 2010 um 13:53 Uhr
 

Kommentare  

 
# Bevor mich jemand falsch versteht...Michael Molthagen 2010-06-21 12:50
... möchte ich darauf hinweisen, daß ich kein wie auch immer geartetes "religiöses Interesse" am Staat Israel habe, wie man es bei manchen Evangelikalen findet (und zu Recht kritisiert).

Also nix mit "Israels Rolle in der Ääääääääändzeit ", nix mit "Israel muß dieses und jenes geschehen, ehe Jesus wiederkommt" usw.

Israel ist für mich ein Staat wie jeder andere. Er hat gute und schlechte Seiten. Er kann und darf kritisiert werden.

Ich wehre mich halt gegen jeden als Israelkritik verkleideten Antisemitismus, egal aus welcher Ecke er daherkommt.

An Israel gibt es viel zu kritisieren, gerade auch was den Umgang mit den Palästinensern und den israelischen Arabern betrifft. Aber Israel ist in dieser Beziehung nicht kritikwürdiger als etliche andere Staaten - und eine Kritik, die von Israel verlangt, christlicher als der Westen zu sein, lehne ich entschieden ab, Wer Israel heftig kritisiert, aber Menschenrechtsv erletzungen anderswo stillschweigend billigt, den kann ich nicht ernst nehmen.

Und wer Israel kritisiert, nur weil er hofft, damit die Liebe der Islamisten zu finden und an deren Öl etc. zu kommen oder auch nur deren "öffentlichen Frieden" - der kann mir gestohlen bleiben.

Und ja, die Juden haben meines Erachtens jedes Recht, in Israel zu leben, als ein jüdischer Staat; denn in Israel gab es auch lange vor der Staatsgründung viele Juden, während viele der heutigen Araber ihrerseits von Zuwanderern aus arabischen Ländern abstammen.

Diese Region hat gerade im 20. Jahrhundert sowohl auf jüdischer wie auch auf arabischer Seite Zuwanderung erlebt; unter osmanischer Herrschaft war dieser Landstrich zuletzt eine Wüste und Öde. Wobei man auch bedenken muß, daß es mancherorts schon sehr früh eine große jüdische Bevölkerung gab - so stellten die Juden in Jerusalems bereits in der Mitte es 19. Jahrhunderts die Mehrheit, und große jüdische Gemeinden gab es auch in Hebron und anderswo - wie auch in vielen islamischen Ländern, aus denen schließlich viele Juden vertrieben wurden.

Betroffen macht mich die Situation der Palästinenser - sowohl im Hier und Jetzt als auch im Hinblick auf eine mögliche Zeit "nach Israel", nach einem möglicherweise erfolgreichen Krieg der Achse Ankara-Teheran gegen Israel, wenn sie sich plötzlich nicht mehr in ihrer jetzigen Rolle als "allseits gehegte und gepflegte Opfer der Juden" finden werden, sondern plötzlich ganz normale arabische Muslime mit einer ganz normalen christlichen Minderheit sein werden, denen es nicht plötzlich besser gehen wird, weil Israel verschwunden ist und ihre Unterdrückung damit ein Ende hat. Ohne Israel wird sich nicht nur im Westen kein Mensch mehr für die Palästinenser interessieren - nicht mehr als für das Schicksal etwa der Muslime in Darfur.

Der Westen ist nur mit den Palästinensern solidarisch und hilfsbereit, weil und solange ihre Rolle als Opfer der Juden kultiviert werden kann, das gehört zur "Bewältigung" des Holocausts und unserer schuldhaften Verstrickung. Die Palästinenser als die "neuen Juden" relativieren unsere Schuld den Juden gegenüber und waschen uns rein von aller Schuld, wenn wir ihnen helfen und mit ihnen solidarisch sind. Ohne Opfer der Juden zu sein, werden uns die Palästinenser vollkommen egal sein, egal was mit ihnen geschieht.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
 

Kommentar schreiben

Bitte beachten Sie die Verhaltensregeln und die allgemeinen Nutzungsbedingungen, die im Impressum niedergelegt sind.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß Ihr Kommentar erst vom Webmaster freigeschaltet werden muß, um unerwünschte Werbung zu verhindern. Die Freischaltung erfolgt so schnell wie möglich.

Sicherheitscode
Aktualisieren

InfoAdministrationXML Sitemap