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Geschrieben von: Michael Molthagen
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Montag, den 21. Juni 2010 um 08:42 Uhr |
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Was hat Dirk Niebel bloß geritten, von Israel nach Gaza einreisen zu wollen? Hat ihm denn niemand gesagt, daß Israel das keinem ausländischen Politiker gestattet, um die Hamas nicht dadurch zu stärken, daß sie sich mit hochrangigen ausländischen Politikern schmücken kann?
Niebel hätte ja versuchen können, über Ägypten in den Gazastreifen einzureisen, aber das tat er ebenso wenig wie jene "Hilfsschiffe", die Israels Gazablockade durchbrechen wollen - und da fragt man sich, ob Niebel die gleichen Ziele verfolgt wie jene "Solidaritätsschiffe" (und nein, ich glaube eigentlich nicht, daß dem so ist).
Wie dem auch sei, Niebel hätte das tun können, was andere hochrangige Politiker in Bezug auf Gaza auch tun: Beamte schicken. Das ist nämlich der diplomatische Normalfall in Sachen Gazastreifen, solange dort die Terror-Organisation Hamas regiert und sich der Vernichtung Israels verschrieben hat. Ziel der Europäer muß es sein, die moderaten, friedensbereiten Kräfte im Gazastreifen zu stärken, nicht aber die Hamas. Niebels Besuch im Gazastreifen würde nur der Hamas nützen.
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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 21. Juni 2010 um 13:55 Uhr |
Kommentare
Eigentlich mag ich das nicht glauben - ich gehe eher davon aus, daß er entsprechend instruiert wurde, und ich denke, daß CDU/CSU und FDP hier an einem Strang ziehen - zum Nachteil Israels, wenn die Wogen hinter den Kulissen auch weniger hoch gehen mögen als in der öffentlichen Wahrnehmung.
Die Bundesregierung hat im Moment wohl kaum allzu viel Interesse an Dingen, die Israel nutzen, dafür ist Deutschland zu sehr im Chaos versunken. Deutschlands Wirtschaft muß sich erholen, und das geht nur über den Export. Export natürlich gerade auch in Länder, die Israel offiziell oder seitens einer Mehrheit der Bevölkerung kritisch sehen.
Niebels gescheiterte Reise nach Gaza nützt Deutschland zweifellos in bestimmten Regionen der Welt - aber mir fällt es schwer, darin etwas Gutes zu sehen.
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