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Blog der Israelischen Botschaft und Gedanken zur "Gaza-Hilfsflotte" PDF Drucken E-Mail
Blog - Sonstiges
Geschrieben von: Michael Molthagen   
Dienstag, den 01. Juni 2010 um 15:59 Uhr

Die Botschaft des Staates Israel in Berlin informiert auf einem  Blog - durchaus lesenswerte Inhalte und eine wichtige Korrektur zu so mancher Äußerungen über Israel in den Medien - gerade jetzt.

Und was die Sache mit den "Gaza-Hilfsschiffen" betrifft - nun, für mich sind die "Aktivisten" schlicht und einfach antisemitische Terroristen.

Es ging ihnen meines Erachtens nicht um notleidende Menschen in Gaza. Ich finde es schrecklich, daß so viele der Gaza-Aktivisten getötet oder verletzt wurden, aber letztlich muß man auch sagen: Die Gewalt ging zuerst und dann auch hauptsächlich von gewaltbereiten "Friedensaktivisten" an Bord der "Gaza-Hilfsschiffe" aus, nicht von den Israelis. Natürlich haben die Israelis in dieser Sache zu viele Fehler gemacht - wieder einmal.

Ernüchternd ist jedenfalls ein Blick auf jene islamistischen Kreise, die eine wichtige Rolle in der "Gaza-Hilfsflotte" gespielt haben. Sie sind schon in der Vergangenheit durch Unterstützung der terroristischen Hamas (die etliche Israelis ermordet, Tausende Raketen auf Israel abgeschossen und immer noch eine israelische Geisel in ihrer Gewalt hat!) aufgefallen - und durch handfesten Antisemitismus. Nicht zu vergessen auch durch eine ausgesprochen antiwestliche Haltung - und durch die kategorische Weigerung, Israels Existenzrecht und sichere Grenzen anerzuerkennen.

Erschreckend ist freilich der Einsatz gewisser deutscher Politiker einer "NSDAP-Ersatzpartei" - als nichts anderes kann man gewisse Kreise bezeichnen. "Friedensaktivisten" wenden sich mit Waffengewalt gegen Juden - und Deutsche mitten drin. Es ist eine Schande. Und es zeigt, daß der real existierende Sozialismus zwei Flügel hat, einen roten und einen braunen, die sich in gewissen Dingen gar nicht so sehr unterscheiden. Auch nicht in Deutschland. Und schon gar nicht, wenn es gegen Juden geht. Offenbar können nicht nur die braunen Sozialisten den Juden bis heute nicht den Holocaust verzeihen. Den roten fällt es keineswegs leichter (und vergesse man bitte nicht, daß die Nazis sich selbst immer als Sozialisten gesehen haben und keineswegs als "rechts" - die Rechten wurden von den Nazis verachtet).

Wie dem auch sei - ich kann Israels Einsatz gegen diese "Gaza-Hilfsflotte" verstehen - zu, sagen wir mal: 70, 80 %. Es ist ohne jeden Zweifel viel Raum für Kritik an Israels Politik und Militär.

Aber zu 100 % und ohne jede noch so kleine Einschränkung lehne ich ab, wofür diese "Gaza-Hilfsflotte" steht - und wie das Leiden von Menschen für billigsten Antisemitismus mißbraucht wird.

Apropos Leid: Ja, die Menschen leiden im Gaza-Streifen. Sie leiden unter der israelischen Politik. Sie leiden aber vor allem unter der Hamas. Und ganz besonders leiden die Christen im Gaza-Streifen. Deren Situation ist nämlich unerträglich - was aber wohl kaum jemanden im Westen oder in einer beliebigen "Gaza-Hilfsflotte" auch nur ansatzweise interessiert.

Free Gaza? Ein erster Schritt bestünde auf jeden Fall darin, die Hamas als das zu sehen, was sie ist - eine Schrecken und Leid verbreitende Terrororganisation, die radikalen Islamismus mit erbarmungslosem Antisemitismus verbindet. Die Hamas muß entmachtet werden, ein für alle Mal. Erst mehr oder weniger lange danach ist Kritik an Israel an der Reihe.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. Juni 2010 um 16:16 Uhr
 

Kommentare  

 
# Israel und TürkeiMichael Molthagen 2010-06-02 09:54
Derzeit liest man in vielen Medien, infolge des "Angriffes" der Israelis auf den "Hilfs"-Konvoi würden sich die Beziehungen zwischen Israel und der Türkei verschlechtern.

Wenn ich das richtig sehe, ist das nicht erst jetzt der Fall, sondern mehr oder weniger so lange, wie in der Türkei die AKP an der Macht ist und eine Politik der Islamisierung des Landes betreibt, einschließlich eines engeren Anschlusses an den Iran.

Letztlich dürfte es auch der türkischen Beteiligung an der "Hilfs-Flotte" weniger um Hilfe für die Menschen im Gaza-Streifen gegangen sein, als viel mehr um eine Brüskierung Israels durch den Versuch, die Blockade Gazas zu brechen (man bedenke, daß die Israelis seit langem über den Landweg große Mengen an Hilfsgütern in den Gaza-Streifen passieren lassen - und zwar weit schneller und einfacher, als dies über den See-Weg möglich ist).

Die AKP ist an einer guten Beziehung zu Israel nicht interessiert, so ist jedenfalls mein Eindruck. Und auch an einer guten Beziehung zum Westen ist sie bei weitem nicht so interessiert, wie wir es uns gerne vorstellen, wenn auch der Westen als Feindbild der AKP erst nach Israel kommt.
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# ÄgyptenMichael Molthagen 2010-06-02 12:07
Warum eigentlich, so frage ich mich, sind die "Hilfsschiffe" nicht über ägyptische Seewege nach Gaza gefahren?

Doch nicht etwa, weil Ägypten den Gaza-Streifen ebenfalls blockiert?

Oder weil ein ägyptisches Eingreifen nicht so gut in die Strategie der "Friedensaktivis ten" passen würde?
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# 20 % der täglichen HilfsgüterMichael Molthagen 2010-06-02 14:39
Täglich passieren 100 Sattelschlepper mit Hilfsgütern die Grenzen zwischen Israel und Gaza.

An Bord der "Hilfs-Flotte" waren gerade einmal so viele Hilfsgüter, daß 20 Sattelschlepper gefüllt werden konnten.

Allerdings auch 1 Million US-Dollar in bar - vermutlich für die politischen und militärischen Geschäfte der Hamas bestimmt.

Und Medikamente, die abgelaufen waren - sollten sie später den Israelis zur Last gelegt werden: "Israel beliefert Palästinenser mit abgelaufenen Medikamenten"?
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