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Zu den wirklich witzigen Bildern gehören die "Planeten", also Rundum-Panoramen, die zu einer Kugel verzerrt werden.
Es ist nicht wirklich schwer, einen Planeten zu erschaffen.
Aus dem Nichts erschaffen geht allerdings nicht - am Anfang steht ein 360°-Panorama mit einem vertikalen Bildwinkel von ca. 180°.
Die Basis des Bildes (also der "Boden") sollte ein leerer Platz (Marktplatz, Wiese...) sein und rund 25 % der Bildhöhe ausmachen. Auch der leere Himmel sollte rund 25 % der Bildhöhe ausmachen, er bildet später den "Weltraum". Der Rest wird mit Gebäuden, Menschen usw. ausgefüllt, der späteren "Zivilisation" unseres Planeten.
Wer schon bei der Aufnahme darauf achtet, daß "Boden" und "Himmel" je 25 % ausmachen, muß später nichts beschneiden.
Man nehme die erforderlichen Einzelbilder auf, dazu verwendet man selbstverständlich ein Stativ. Wer einen Panoramakopf hat, sollte diesen verwenden. Sinnvollerweise sollten die Bilder im Hochformat aufgenommen werden. Man achte darauf, daß die Belichtungswerte aller Einzelbilder gleich sind, also wird komplett manuell belichtet (Blende, Zeit, ISO, Weißabgleich) und im RAW-Format gespeichert.
Am Rechner werden die Bilder dann ohne vorherige Bearbeitung zu einem 360°-Panorama zusammengefügt. Das linke und das rechte Ende müssen unbedingt paßgenau sein, so daß man die beiden Enden ohne sichtbare Naht zusammenfügen könnte (ggf. leicht drehen und zuschneiden). Das Panorama sollte je nach Rechnerleistung bis zu 4.000 Pixel breit sein.
Sollten "Boden" oder "Himmel" nicht je 25 % der Bildhöhe ausmachen, kann man das Bild jetzt in der Höhe beschneiden.
Ist das Panorama fertig zusammengefügt, korrigiert man die Belichtung (Tonwertkorrektur, Farben, Kontrast) und ggf. das Bildrauschen, nicht aber die Bildschärfe.
Ist das Panorama fertig entwickelt, macht man es quadratisch, also z.B. 4.000 x 4.000 Pixel, und dreht es um 180°, so daß es auf dem Kopf steht.
In Photoshop verwendet man nun den Filter "Verzerrung/Polarkoordinaten" - von rechteckig nach polar, und das Ergebnis ist der "Rohbau" des Planeten.
Wenn die Nahtstelle Fehler aufweist, empfiehlt sich das Stempelwerkzeug für eine Retusche.
Falls erforderlich, kann man das Bild jetzt noch nachbearbeiten. Ist alles fertig, kann der Planet noch nachgeschärft werden.
Die Schwäbische Alb als Planet (erstellt mit Photoshop Elements)
Der Schwarzwald als Planet (Feldberg; erstellt mit dem GIMP)
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