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USA: Asyl für Schulverweigerer PDF Drucken E-Mail
Blog - Religionsfreiheit
Geschrieben von: Michael Molthagen   
Donnerstag, den 28. Januar 2010 um 12:13 Uhr

In den USA hat eine deutsche Familie politisches Asyl erhalten, weil sie nach Überzeugung des Gerichtes in Deutschland wegen ihres Glaubens und ihrer Weigerung, ihre Kinder auf staatlich anerkannte Schulen gehen zu lassen, verfolgt werden.

Persönlich bin ich davon überzeugt, daß die staatlich anerkannten Schulen in Deutschland eine recht gute Arbeit leisten, zumal sie es nicht gerade leicht haben. Ich sehe keinen Grund, Kinder nicht auf eine solche Schule gehen zu lassen.

Zugleich sehe ich den staatlichen Zwang, Kinder nur auf solche Schulen gehen zu lassen und den Heimunterricht nicht zuzulassen, sehr skeptisch. Dieses Vorgehen Deutschlands ist international betrachtet ein ziemliches Alleinstellungsmerkmal unserer Gesellschaft, zudem ist es ein Erbe der Nazis und ihrer Gleichschaltungspolitik und steht damit schon einmal unter einem schlechten Stern.

Weltweit betrachtet, sind es nicht nur christliche oder allgemein religiöse Eltern, die ihre Kinder zu Hause unterrichten, und die Erfahrungen mit dem Heimunterricht sind in vielen hoch entwickelten Ländern überaus ermutigend.

Es stünde Deutschland gut zu Gesicht, die Erfahrungen aus anderen Ländern objektiv zu prüfen und nicht vorschnell zu verwerfen.

In Bezug auf das deutsche Schulsystem davon zu sprechen, daß Eltern, die ihre Kinder dort nicht unterrichtet wissen wollen, verfolgt werden, halte ich für maßlos überzogen. Daß ein amerikanisches Gericht in einem solchen Falle auf "Verfolgung" erkennt und Asyl zuspricht, ist mithin lächerlich. Das sollte aber nicht dazu führen, daß wir nun bockig den Heimunterricht für unvereinbar mit den Anforderungen an eine gute schulische Erziehung halten. Das ist er nicht, und er hat eine faire, sachliche Prüfung verdient.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 26. Februar 2010 um 16:39 Uhr
 

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