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Der Weihnachtsmord von Nag Hamadi - Christenverfolgung oder nicht? PDF Drucken E-Mail
Blog - Religionsfreiheit
Geschrieben von: Michael Molthagen   
Freitag, den 08. Januar 2010 um 11:10 Uhr

Am orthodoxen Weihnachtstag, dem 6. Januar dieses Jahres, wurden im ägyptischen Hag Namadi sechs koptische Christen und ein muslimischer Wachmann vor der Kirche von Muslimen ermordet, zwei weitere Christen starben kurz darauf - als Motiv wird ein Racheakt vermutet, weil Muslime einem Kopten vorwerfen, er habe ein muslimisches Mädchen vergewaltigt. Wegen dieses vermuteten Motivs schließen die linke Externer Link "taz" und der islamistische Externer Link KRM eine Christenverfolgung als Hintergrund der Tat aus. Aber ist das wirklich so ausgeschlossen?

Natürlich kann man annehmen, daß Ägypter oder Muslime von Natur aus eine so geringe Hemmschwelle gegen Gewalt haben, daß die angebliche Vergewaltigung eines Mädchens durch einen jungen Mann zum Mord an sieben Menschen führt. Aber diese Annahme weist meines Erachtens einen rassistischen Kern auf, stellt den Ägypter bzw. den Muslim als Menschen niederer Gesinnung dar, der deswegen entweder schuldvermindert ist oder dessen Taten eine besondere Schwere aufweisen, je nach Blickwinkel. Aber ich weigere mich, das von Ägyptern oder Muslimen zu glauben.

Diese Tat konnte nur geschehen, weil in Ägypten ein Klima der Christenverfolgung herrscht, der systematischen Benachteiligung, Diskriminierung und Verfolgung von Christen wegen ihres Glaubens. Dieses Klima vergiftet die Menschen und bringt sie dazu, Verbrechen zu begehen, die sie normalerweise nicht begehen würden.

Damit ist dieses Verbrechen durchaus unter dem Stichwort "Christenverfolgung" zu verbuchen, ein Thema, das nun einmal in vielen islamischen Ländern auf der Tagesordnung steht - Externer Link Christen in islamischen Ländern werden wegen ihres Glaubens massiv verfolgt, vor allem im Iran, in Saudi-Arabien und Somalia, auf den Malediven, in Afghanistan, im Jemen, in Mauretanien und in vielen anderen Ländern. In der verlinkten Liste steht Ägypten an 20. Stelle der Länder, in denen Christen verfolgt werden.

Die angebliche Vergewaltigung mag geschehen sein oder nicht - ohne die tatsächliche Christenverfolgung in dem Land wäre es nie zu diesem Mord gekommen.

Von daher verkennen "taz" und KRM die tatsächlichen Hintergründe der Tat und verharmlosen die Christenverfolgung in vielen islamischen Ländern wie in Ägypten, relativieren die schreckliche Situation der Christen nicht nur in Ägypten.

Es ist bedauerlich und auch erschreckend, daß die Tatsache der systematischen Christenverfolgung in vielen islamischen Ländern und gerade auch in Ägypten von der "taz" und dem KRM unter den Teppich gekehrt werden - und durchaus interessant, wenn man bedenkt, wie schnell nach dem Mord an der Ägypterin Marwa al-Sherbini im Dresdener Landgericht der Vorwurf der "Islamophobie" erhoben wurde - gerade auch in Ägypten.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 26. Februar 2010 um 17:16 Uhr
 

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