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Rechtspopulisten gegen Gebete in Privatwohnungen PDF Drucken E-Mail
Blog - Religionsfreiheit
Geschrieben von: Michael Molthagen   
Mittwoch, den 20. Juli 2011 um 09:28 Uhr

Laut einem Bericht von "RP Online" ( Mönchengladbach: Demo gegen Salafisten: Alles wieder auf Anfang?) will die rechtspopulistische "Bürgerinitiative" in Mönchengladbach-Eicken gegen Salafi demonstrieren, die sich in Privatwohnungen zum Gebet treffen.

Die Rechten scheinen der Meinung zu sein, Gebete in Privatwohnungen seien rechtswidrig - wäre dem so, müßten Tausende Hauskreise in Deutschland verboten werden, wie sie von Christen aus Landes- und Freikirchen besucht werden, wo man gemeinsam betet, miteinander in der Bibel liest - sprich: Gottesdienste feiert.Nicht in Kirchen, nicht in Gemeindehäusern, sondern in ganz gewöhnlichen Privatwohnungen.

Offenbar will aber auch die Stadt prüfen, ob eine Ordnungswidrigkeit vorliegt. Dann muß sie aber auch prüfen, ob die vielen christlichen Hauskreise in Mönchengladbach eine Ordnungswidrigkeit darstellen und ein Zwangsgeld begründen. Dann werden wir wohl bald lesen, daß die Stadt Zwangsgelder gegen Christen verhängt, die sich privat zu Gebet und Bibellesen trifft.

Privatwohnungen genießen einen besonderen Schutz in einer demokratischen Gesellschaft. Artikel 13 Grundgesetz garantiert die Unverletzlichkeit der Wohnung, "Eingriffe und Beschränkungen dürfen (...) nur zur Abwehr einer gemeinen Gefahr oder einer Lebensgefahr für einzelne Personen, auf Grund eines Gesetzes auch zur Verhütung dringender Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere zur Behebung der Raumnot, zur Bekämpfung von Seuchengefahr oder zum Schutze gefährdeter Jugendlicher vorgenommen werden".

Bedenkt man, daß totalitäre Staaten, darunter auch manche, die islamisch geprägt sind (z.B. Saudi-Arabien), unerbittlich Jagd auf Christen machen, die sich in Privatwohnungen zum Gebet und zum Lesen der Bibel treffen, bekommt das Ansinnen der "Bürgerinitiative"  einen üblen Beigeschmack.

 

Kommentare  

 
# Recht und Rechtsauffassun gGast 2011-07-20 17:51
Hallo,
ich beobachte das ja aus der Nähe. Ob ich allerdings am Freitag dort sein werde, entscheide ich eher kurzfristig.
Ja, der Leiter der BI hat zwar eine juristische Ausbildung, vom Recht allerdings eine recht eigenen Auffassung. Ich glaube nicht, dass er mit seinen Forderungen Erfolg haben wird.
Allerdings zeigt sich hier, wie leicht gut meinende Bürger von Rechtspopuliste n eingefangen werden. Gut dass sich die Stadt MG als kompetenter in Fragen des Rechts erweist.
Dennoch bin auch ich der Meinung, dass Christen sich nicht einbilden sollten, dass sie von den aktuellen Entwicklungen hier nicht beeinträchtigt würden.
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# Mein BerichtGast 2011-07-22 19:52
Hier nun mein Bericht:
katalyma.wordpress.com/.../...
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# Danke :-)Michael Molthagen 2011-07-23 09:04
Danke für den interessanten Bericht!
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