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Wie ich gerade im "Migazin" lese, fordert Hans-Peter Friedrich (CSU), unser hochverehrter Bundeninnenminister-Darsteller, ein Aussteigerprogramm für Jugendliche aus der "Salafistenszene". Was der gute Mann da vorschlägt hat freilich einen Haken: Die Salafiyya (nicht etwa "die Salafisten") gibt es nicht.
Es handelt sich dabei um eine durchaus vielgestaltige Bewegung - aber so, wie wir die Komplettverschleierung "Burka" nennen, so nennen wir eben die sehr religiösen Muslime "Salafisten".
Das heißt nicht, daß es gerade auch unter jugendlichen Angehörigen der Salafiyya - nicht selten Konvertiten zu dieser islamischen Strömung bzw. überhaupt zum Islam - nicht auch echte Problemfälle gäbe. Nur stehen die ebenso wenig für die Salafiyya in ihrer Gesamtheit wie etwa ihre Kinder schlagende "Protestanten, sonstige" für die "evangelikalen Freikirchen", auch wenn etwa das KFN unter Prof. Pfeiffer oder die "Süddeutsche Zeitung" uns das glauben machen wollen (und wenn fromme Christen jetzt Friedrich im Hinblick auf seine Forderung Beifall klatschen, dann bitte auch Pfeiffer & Co., wenn es um "evangelikale Freikirchler geht, so konsequent sollte man schon sein, gerade als bibeltreuer Christ).
Wie auch immer: Diejenigen Muslime, die zur Salafiyya gehören, haben das Recht, fair behandelt zu werden. "Salafiyyaphobie" führt zu nichts und ist entschieden abzulehnen.
Das Problem am Gummibegriff "Salafisten" ist, daß er früher oder später zu Gummiparagraphen führt - was wir ja derzeit im Hinblick auf die " Burka" erleben. Dummerweise folgen Gummiparagraphen meist stahlharte Strafen (auch bekannt als "willst du nicht aus deinem Stoffgefängnis raus, mußt du ins Staatsgefängnis rein").
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