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Blog - Privates
Geschrieben von: Michael Molthagen   
Dienstag, den 27. April 2010 um 10:41 Uhr

Was ich jetzt schreibe, ist nicht mehr sehr aktuell - aber ich bin überzeugt, ich sollte die Tatsache, daß ich ausgestiegen bin, ganz offiziell zu Blog bringen.

Also: Ich bin aus der islamkritischen Szene ausgestiegen.

Der Ausstieg liegt schon eine Weile zurück, und es war eigentlich kein Ausstieg, den man an einem bestimmten Datum festmachen könnte. Tatsächlich war es sogar so, daß ich aus einem Bereich ausgestiegen, in einen anderen Bereich aber tiefer eingestiegen bin, bis ich dann endlich den kompletten Absprung geschafft habe.

Ich möchte hier und jetzt nicht ins Detail gehen, nur so viel: Zu einem bestimmten Zeitpunkt hat sich der Schleier gelüftet, und ich konnte das häßliche Anlitz des Monsters, das sich "Islamkritik" nennt, unverschleiert sehen, konnte den Pesthauch seiner Bosheit auf meinem Gesicht spüren.

Heute kann ich sagen, daß die Islamkritik das ist, was in unserer Zeit dem "Antichristen" am nächsten kommt. Darum kann ich nur jedem Christen, der sich zur islamkritischen Szene hält, raten: Prüft die Geister. Bittet Gott um Weisheit. Verlaßt die Islamkritik.

Ich sage nicht, daß ich jetzt plötzlich ein Befürworter des Islam geworden wäre und alles am Islam ganz toll fände. Meine Sicht auf den Islam hat sich tatsächlich nicht verändert. Aber mein Umgang mit dem Islam und mit den Muslimen ist nun ein anderer - und mein Umgang mit der Islamkritik und ihren Vertretern.

Was die Islamkritik betrifft, so gibt es ein Netzwerk, das meiner Meinung nach die wohl schlimmste Katastrophe seit den Nazis ist - und eine Bedrohung bei weitem nicht nur für die Muslime. Dieses Netzwerk hält sich im Hintergrund verborgen, seine wichtigsten Akteure bleiben im Schatten - die allerwenigsten Islamkritiker wissen, in welchem Netz sie sich als Beute verfangen haben, während sie selbst glauben, nicht Beute, sondern Jäger zu sein.

Dieses ganze Netzwerk ist freilich nicht nur islamfeindlich - die Islamkritik ist für die maßgeblichen Akteure wenig mehr als Mittel zum Zweck. Dieses Netzwerk ist ebenso antisemitisch und antichristlich, auch wenn dies tunlichst nicht an die Öffentlichkeit kommen soll.

Was mich betrifft, so bin ich entschlossen, die Muslime vor der Islamkritik, vor der Islamophobie zu verteidigen - und im Islam einen Umkehrruf Gottes zu sehen. In dieser Zeit ist es für Christen entscheidend, auf welcher Seite sie stehen - ob sie den Islam als einen Ruf Gottes zur Umkehr sehen und dann auch umkehren auf den Weg Gottes oder als eine Bedrohung, die es zu bekämpfen gilt.

Persönlich bin ich froh, nie wirklich tief in der Islamkritik engagiert gewesen zu sein. Darum konnte ich gefahrlos aussteigen - und kann nun auch vor dieser Bewegung warnen, auch wenn ich nicht den Mut habe, zu sehr ins Detail zu gehen und Hintergründe zu enthüllen (wenn ich das je tue, dann werde ich das anonym tun).

 

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