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... wenn er erst in die Schule geholt werden muß, um muslimischen Schülern zu erklären, daß der Islam von ihnen fordert, friedfertig zu sein und andere Menschen zu respektieren?
Das ist die Frage, die ich mir gestellt habe, als ich vor geraumer Zeit im öffentlich-rechtlichen Fernsehen eine Diskussionsrunde zum Thema Schulen mit vielen (muslimischen) Migranten und wenigen Deutschstämmigen sah. Dort hatte es wohl Probleme im Miteinander von muslimischen und nichtmuslimischen Schülern gegeben - Probleme (bis hin zu Beleidigungen und sogar Angriffen), die nach Auffassung einer muslimischen Lehrerin das Eingreifen örtlicher Imame erforderlich machten.
Jedenfalls wurde eine Szene gezeigt, in der eine muslimische Lehrerin drei Imame bzw. Hodschas aus örtlichen Moscheen in ihre mehrheitlich muslimische Klasse holte, damit die dort den jungen Muslimen erklärten, was Islam bedeutet: Nichtmuslimen mit Respekt und Friedfertigkeit zu begegnen (aus dem Gedächtnis zusammengefaßt).
So weit, so gut - oder auch so schlecht. Denn sicherlich gehen diese Muslime doch auch in die Moscheen, beispielsweise zum Koran-Unterricht, oder etwa nicht? Un d eigentlich sollten sie dann doch dort hören, daß der Islam einen friedfertigen Lebensstil vorschreibt, einen respektvollen Umgang mit Nichtmuslimen?
Also: Entweder besuchen diese jungen Muslime nicht die Moscheen, oder sie besuchen die falschen Moscheen - oder in den Moscheen ist das kein Thema.
Sollte das, was diese Imame den Schülern erklärt haben, nicht zu den Grundlagen dessen gehören, was junge Muslime von Kindheit an in den Moscheen hören? Falls nicht, läuft da etwas ganz gewaltig schief im real existierenden Islam.
Wie dem auch sei: Wenn das Verhalten baptistischer Schüler Nichtbaptisten gegenüber das Auftreten eines baptistischen Theologen in der Schule erforderlich macht, damit er ihnen erklärt, wie sich Baptisten anderen gegenüber zu verhalten haben, dann würde ich dafür eintreten, daß die betreffende Baptistengemeinde einmal gründlich durchleuchtet wird. Im baptistischen Religionsunterricht jedenfalls ist das Thema "Verhalten anderen gegenüber" ein wichtiges Thema, ebenso in der "Sonntagsschule" (Kindergottesdienst) und in den anderen Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche. Ich würde mich als Baptist schämen, wenn erst ein Theologe in die Schule kommen müßte, um dort Nachhilfe zu geben. Oder wenn man etwa einen lutherischen oder katholischen Pfarrer in die Schule holt.
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