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Es fällt mir schwer, an einen Zufall zu glauben, wenn ausgerechnet heute, als am Nachmittag das belgische Parlament über das geplante absolute und strafbewehrte Burkaverbot im Land debattieren wollte, die belgische Regierung zerbricht.
Ich bin kein Prophet und habe auch keinen direkten Draht zu Gott, daß er mir seine Pläne enthüllt, aber es fällt mir nicht schwer zu glauben, daß Gott seine Finger im Spiel hatte, als gerade heute die belgische Regierung zerbrach und damit das Burkaverbot zumindest verschoben worden ist.
Wenn ich an den Islam denke, dann sehe ich in erster Linie einen Umkehrruf Gottes in dieser Religion. In allem, worin uns diese Religion begegnet, sehe ich einen deutlichen Ruf Gottes an uns Christen, unseren Glauben wieder ernst zu nehmen, zu dem Weg Jesu zurückzukehren. Die Begegnung mit dem Islam sollte zur Missionierung, zur Umkehr, zur Buße führen - freilich vor allem bei uns. Es würde zu weit führen, das jetzt ausführlich zu erklären, statt dessen verweise ich auf das Buch Der Islam - Gottes Ruf zur Umkehr von Andreas Baumann. Sehr empfehlenswert. Sehr aktuell. Sehr inspirierend.
Ganz besonders sehe ich im islamischen Kopftuch und im Schleier der muslimischen Frauen diesen Bußruf, diesen Umkehrruf Gottes. Mit Kopftuch und Burka konfrontiert, sollten wir Christen eigentlich Buß tun und umkehren - aber die häufigste Reaktion ist wohl Abwehr. Und schnell fordern wir denn auch Einschränkungen und Verbote.
Es kann freilich nicht gutgehen, wenn wir das, worin uns Gottes Ruf zur Umkehr begegnet, mit Abwehr und Verbotsforderungen bekämpfen. Hier bekämpfen wir letztlich Gott selbst. Das kann nur unser Untergang sein. Wir mögen heute die Burka verbieten, aber morgen sind wir Geschichte. Die Burka freilich wird ein schleierfeindliches postchristliches Europa um Jahrhunderte überleben.
Daß nun ausgerechnet ein Streit zwischen den verschiedenen Sprachgruppen Belgiens dafür sorgt, daß die Debatte über ein Burkaverbot ausfällt, ließ mich das sofort an den Turmbau zu Babel denken. Die Ähnlichkeiten zwischen dem Sprachstreit in Belgien und der Sprachverwirrung in Babel sind überraschend.
An dieser Stelle seien noch der Losungsvers und ganz besonders der neutestamentliche Lehrtext für heute in Erinnerung gerufen:
"Gott ist mein Fels, meine Hilfe und mein Schutz, dass ich nicht fallen werde" (Psalm 62,7) und "Jesus sprach: Wer zu mir kommt und hört meine Rede und tut sie - ich will euch zeigen, wem er gleicht. Er gleicht einem Menschen, der ein Haus baute und grub tief und legte den Grund auf Fels. Als aber eine Wasserflut kam, da riss der Strom an dem Haus und konnte es nicht bewegen" (Lukas 6,47-48).
Wenn wir glauben, Burkaverbote oder sonstige Maßnahmen gegen den Islam seien unser Fels, unsere Hilfe und unser Schutz, dann haben wir uns getäuscht. Dann werden wir fallen. Zu Jesus kommen und seine Worte hören und tun - allein darin liegen unsere Hilfe und unser Schutz. Das Kopftuch und der Schleier muslimischer Frauen sind ein Umkehrruf Jesu Christi an eine Christenheit, die glaubt, Bekleidungsfragen spielten keine Rolle für "echte Christen", alles sei erlaubt, es gehe ja schließlich um "innere Werte" und nicht um Äußerlichkeiten, um "Geistliches" und nicht um "Gesetzliches" (Bibel-Tipp: Judasbrief).
Gott kann sogar Regierungen zerbrechen lassen, wenn sie sich seinem Umkehrruf in den Weg stellen - ich glaube, er hat das gerade jetzt getan, als Belgien das erste Land sein wollte, das ein absolutes Burkaverbot erläßt, das den Schleier vollständig aus der Öffentlichkeit verbannt.
Ich denke, beim nächsten Mal wird nicht eine Regierung zerbrechen. Wenn wir unser weiterhin dem Umkehrruf Gottes widersetzen, dann wird etwas ganz anderes zerbrechen.
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